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Sammelabschiebung : Vier Männer aus Hessen nach Afghanistan ausgeflogen

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Bei einer Sammelabschiebung diese Woche nach Afghanistan sind auch vier Männer aus Hessen zurück in ihre Heimat geflogen worden. Bild: Symbolfoto: dpa

Der Flieger hob am Mittwochmorgen in München ab: Vier Männer aus Hessen sind bei einer Sammelabschiebung nach Afghanistan ausgeflogen worden – darunter ein sicherheitsbehördlich bekannter Extremist.

          Bei einer Sammelabschiebung diese Woche nach Afghanistan sind auch vier Männer aus Hessen zurück in ihre Heimat geflogen worden. Darunter ein zweiunddreißig Jahre alter „sicherheitsbehördlich bekannter Extremist“, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden am Mittwoch auf Anfrage erklärte. Die drei anderen afghanischen Staatsbürger im Alter von zwanzig, einundzwanzig und vierundzwanzig Jahren seien verurteilte Straftäter. Zu den Taten zählten Körperverletzung, versuchter Totschlag sowie Vergewaltigung, wie das Innenministerium mitteilte.

          Der Abschiebeflug aus München war am Mittwochmorgen in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Beamte am Flughafen bestätigten, die Maschine sei kurz nach 7.30 Uhr Ortszeit gelandet. Wie das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen mitteilte, waren siebzehn Abgeschobene an Bord. Es war die 16. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Damit haben Bund und Länder bisher 366 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

          Laut der Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Asyl und Rückführungen hielten sich sieben der Abgeschobenen zuletzt in Bayern auf. Unter diesen hätten sich fünf rechtskräftig verurteilte Straftäter befunden. Neben Bayern und Hessen hätten sich Baden-Württemberg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen an der Rückführungsmaßnahme beteiligt.

          Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Krieg mit den radikalislamischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausweitet.

           

          Streit zwischen Asylbewerbern: Einundzwanzigjähriger schwer verletzt

          Bei einem Streit zwischen zwei Asylbewerbern ist in Oberursel ein Einundzwanzigjähriger schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war ein dreiundzwanzig Jahre alter Mann in der Nacht zum Mittwoch in einer Flüchtlingsunterkunft auf den Gast losgegangen und hatte ihm schwere Schnitt-und Stichverletzungen zugefügt. Ersten Ermittlungen zufolge waren beide Männer stark betrunken.

          Der Dreiundzwanzigjährige soll den Bekannten aus Kelkheim im Main-Taunus-Kreis aus zunächst unbekannten Gründen mehrmals mit einer Flasche attackiert haben, als dieser bereits schlief. Der jüngere Mann erlitt erhebliche Verletzungen an Kopf und Rücken, ist aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter sei durch die Attacke leicht an der Hand verletzt worden. Er habe dann den Sicherheitsdienst der Unterkunft informiert.

          Beide Männer stammen nach Angaben der Polizei aus Somalia. Weshalb der Einundzwanzigjährige bei dem anderen Mann übernachtet hat, war am Abend noch unklar.

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