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Nach bundesweiter Razzia : Vier junge Hessen unter Kinderporno-Verdacht

Verdacht: 21 Personen sollen in sozialen Netzwerken Videos geteilt haben, die teils schwere sexuelle Gewalt gegen Kinder zeigen Bild: dpa

Vier junge Männer aus Hessen sind wegen Kinderporno-Verdachts ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten. Sie stammen aus Frankfurt, Wiesbaden, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie aus dem Main-Taunus-Kreis.

          1 Min.

          Im Zuge bundesweiter Ermittlungen wegen der Verbreitung von Kinderpornographie sind vier junge Männer aus Hessen in den Fokus der Sicherheitsbehörden geraten. Wie die hessische Generalstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt mitteilen, stammen die Beschuldigten aus Frankfurt, Wiesbaden, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie aus dem Main-Taunus-Kreis. Bereits am Mittwoch wurden ihre Wohnungen durchsucht, ebenso wie die von 17 weiteren Tatverdächtigen in zehn anderen Bundesländern. Die Ermittler stellten zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger, sicher.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am Samstag gab das Bundeskriminalamt weitere Details bekannt, was den Beschuldigten konkret vorgeworfen wird. Sie sollen Videos, das die Vergewaltigung eines zehn Jahre alten Kindes durch zwei Jugendliche zeigt, über soziale Netzwerke geteilt und verbreitet haben. Es handelt sich laut den Ermittlungen um eine Tat, die sich mutmaßlich 2014 in einem Steinbruch in Afghanistan zugetragen hat.

          Sequenzen mit Emojis versehen

          Das Video wurde offenbar vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen geteilt. Die Beschuldigten sind zwischen 14 und 26 Jahren alt. Sie hatten die Videosequenzen mit Emojis versehen.

          Aus Sicht der Ermittler ist die Tat somit nicht nur strafrechtlich zu bewerten, sondern sei auch ein Zeichen dafür, dass erheblich gegen die Würde des Opfers verstoßen wurde. Das Teilen solcher Videos über soziale Netzwerke auch außerhalb der üblichen Pädophilen-Szene sehen die Behörden mit großer Sorge.

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