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Blaulicht in Rhein-Main : Rennradfahrer rammt Frau – Viele Unfälle nach Wintereinbruch

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Für manchen Unfall zu spät: Ein Räumfahrzeug streut Salz auf der Friedberger Landstraße, nachdem nachts Schnee gefallen war. Bild: dpa

Glatte Straßen haben in der Nacht auf Hessens Straßen für Chaos gesorgt. Es kam zu zahlreichen Unfällen, mehrere Menschen verletzten sich zum Teil schwer. Nicht mit Schnee zu tun hatte ein Vorfall am Frankfurter Mainufer.

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          Frankfurt Nach einem Unfall am Frankfurter Mainufer mit einer Schwerverletzten sucht die Polizei nach einem Rennradfahrer. Der Mann soll bei einem missglückten Überholmanöver auf eine 66 Jahre alte Radfahrerin gestürzt sein und anschließend Unfallflucht begangen haben, teilte das Frankfurter Polizeipräsidium am Dienstag mit. Die Frau, die mit einem türkisfarbenen Damenrad unterwegs war, musste den Angaben zufolge stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.

          Der unbekannte Mann soll Radsport-Kleidung sowie einen Fahrradhelm getragen haben. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, um ihn zu finden. Der Unfall geschah am 18. November gegen 16 Uhr auf der Höhe des Brüningparks in Richtung Sindlingen.

          Hessen Schnee und glatte Straßen haben in der Nacht zu Dienstag für Dutzende Unfälle mit zahlreichen Verletzten auf Hessens Straßen gesorgt. Das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel meldete bis zum frühen Dienstagmorgen 13 witterungsbedingte Unfälle mit insgesamt neun Schwerverletzten. Der letzte schwerwiegende Unfall wurde einem Sprecher zufolge um etwa 1 Uhr gemeldet, in den folgenden Stunden sei nichts Größeres mehr hinzugekommen.

          Rund 25 Unfälle gab es in der Nacht im Zuständigkeitsgebiet des Präsidiums Südhessen rund um Darmstadt. Auf der B47 zwischen Bensheim und Lorsch (Kreis Bergstraße) geriet ein Sattelzug ins Schleudern, der Anhänger wurde abgerissen. Wegen Bergungsarbeiten blieb die Straße zeitweise gesperrt. Bis zum Morgen entspannte sich die Situation auf den Straßen, größere Vorfälle gab es laut Polizei nicht mehr. „An vielen Ecken gibt es kleinere Unfälle“, sagte ein Sprecher. Die Unfälle aus der Nacht führt die Polizei zumeist auf fehlende Winterreifen zurück.

          Bei Egelsbach (Landkreis Offenbach) verlor der Polizei zufolge der Fahrer eines Kleintransporters auf einer Kreisstraße die Kontrolle über seinen Wagen. Er war demnach auf der schneeglatten Straße wohl zu schnell unterwegs gewesen. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und blieb auf der Seite liegen. Die Feuerwehr musste den zunächst bewusstlosen Mann über die aufgeschnittene Frontscheibe aus dem Wagen ziehen, wie ein Sprecher mitteilte. Der 40-Jährige kam mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die K168 war laut Polizei zeitweise komplett gesperrt.

          Auch im östlichen Landesteil behinderten Schneefall und glatte Straßen den Verkehr. Im Bereich Fulda wurden sieben Unfälle gemeldet, auf den Fernverkehrsstraßen kam es immer wieder zu Behinderungen wegen liegengebliebener Lastwagen. Bei einem misslungenen Spurwechsel wurde ein Mann bei einem Unfall auf der Autobahn 7 bei Fulda am Montagabend leicht verletzt. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Ein 29-jähriger Autofahrer hatte demnach vor einem Lastwagen auf die rechte Spur wechseln wollen, dabei war wohl wegen schneeglatter Straße das Heck des Autos ausgebrochen. Der Lastwagen sei mit dem Auto kollidiert, hieß es. Der 49-jährige Fahrer eines Kleintransporters konnte einen Zusammenstoß mit dem Auto nicht mehr verhindern. Er kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

          Rund um Gießen führt die Polizei sechs von 21 Unfällen aus der Nacht direkt auf die Witterung zurück. Verletzte gab es nach Angaben eines Sprechers am Morgen nicht. Die Frankfurter Polizei sprach von einer recht ruhigen Situation auf den Straßen. Größere Unfälle oder Staus waren am Morgen nicht bekannt, wie eine Sprecherin mitteilte. „In Frankfurt hält sich das in Grenzen.“ Auch im Bereich des Polizeipräsidium Westhessen kam es nicht zu größeren Unfällen. Wie eine Sprecherin sagte, kam es zwar zu einigen Unfällen. Es sei aber bei Sachschäden geblieben.

          Die Bahn vermeldete nach Angaben einer Konzernsprecherin am Morgen „keine größeren Auffälligkeiten“. Der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zufolge sollten die Schneefälle vielerorts im Verlauf des Dienstagvormittags abklingen. Im Westen geht der Schnee demnach in Regen über, im Osten sei aber weiterhin Schneefall möglich.

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