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Verkehrsplanung in Hessen : Al-Wazir will keine weiteren Autobahnen

Eine der vielen Baustellen in Hessen: der Umbau des Kaiserlei-Kreisels zwischen Offenbach und Frankfurt Bild: dpa

In Hessen soll es keinen neuen Autobahnen geben, wenn es nach Verkehrsminister Tarek Al-Wazir geht. Vielmehr sollen die bestehenden Strecken saniert und erhalten werden.

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          Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) hat sich für eine Beendigung des Autobahnbaus in Hessen ausgesprochen, sobald die laufenden Projekte abgeschlossen sind. „Die in der Umsetzung befindlichen Lückenschlüsse der A44, der A49 und der Riederwaldtunnel werden noch zu Ende geführt, aber danach wird das Netz nach meiner festen Überzeugung nicht mehr wachsen“, schrieb er am Mittwoch. Künftig werde es vielmehr um die Sanierung und die Erhaltung, teilweise auch um die Kapazitätserweiterung gehen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Der Zustand der Autobahnen habe sich jedoch in den vergangenen Jahren schon deutlich verbessert. Es mache sich bemerkbar, dass der Bund deutlich mehr Geld bereitstelle, vor allem für die Sanierung der Brücken. Hessen sei das Bundesland mit der höchsten Dichte an Baustellen. Dass das Land trotz der Baustellen und der hohen Verkehrsdichte in der Stau-Statistik im Mittelfeld rangiere, sei ein außerordentlicher Erfolg der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil.

          Anlass für die Äußerungen Al-Wazirs war der Übergang der Zuständigkeit für die Autobahnen von den Ländern auf den Bund; mit Jahresbeginn nimmt die neue Autobahn GmbH des Bundes ihre Tätigkeit auf. Bisher hatten die Länder im Auftrag des Bundes Autobahnen geplant, gebaut und betrieben. Damit wechseln 900 der 3500 Beschäftigten von Hessen Mobil und der Landesverwaltung zu der neuen Gesellschaft.

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