https://www.faz.net/-gzg-a8rjo

Attentat von Hanau jährt sich : Vergessen unmöglich

Das Denkmal der Brüder Grimm am Marktplatz wird als Gedenkstätte für die Opfer genutzt. Bild: Maximilian von Lachner

Ein Jahr nach dem Attentat wird am Freitag viel vom Gedenken an die Mordnacht die Rede sein. Sie ist in der Stadt ohnehin präsent. Kreuze und Tafeln erinnern an die Opfer. An mehreren Orten kam es immer wieder zu Protesten.

          4 Min.

          Angehörige der Opfer werden kommen; Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Claus Kaminsky vertreten Staat, Land und Stadt – am heutigen Freitag wird der Congress Park Hanau zum Ort der Trauer, wenn dort der Toten des Attentats von Hanau gedacht wird. Ein Jahr ist es her, dass der 43 Jahre alte Tobias Rathjen erst neun Menschen mit Wurzeln im Ausland und schließlich seine Mutter und sich selbst erschossen und den Namen der Stadt untrennbar mit dem rassistischen Amoklauf verbunden hat. Die Erinnerung an die Tat ist Teil des Alltags in der Stadt.

          Kurt-Schumacher-Platz

          Hanns Mattes

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf dem Kurt-Schumacher-Platz steht ein Kreuz, daneben eine Tafel mit Fotos der Getöteten, nur ein paar Meter von der „Arena Bar“, einem der Tatorte, entfernt. Es ist ein schmuckloses Umfeld mit einem Discounter, einem türkischen Lebensmittelmarkt und einer Apotheke, daneben die Bar selbst im Erdgeschoss eines Wohnturms. Das Einkaufszentrum in der Hanauer Weststadt ist ein Fall für den Grundbedarf, schick Shoppen ist das nicht.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Brennpunkt mit viel Zuwanderung: Eine Hochhaussiedlung in Bremen (Archivbild von September 2011)

          Falsche Väter : Perfides Geschäft mit schwangeren Frauen?

          In Bremen beantragen immer mehr schwangere Frauen aus Afrika Sozialleistungen. Sie geben an, der Kindsvater sei deutscher Staatsbürger. Steckt dahinter organisierte Kriminalität?

          Attila Hildmann : Für ihn sind alle Feinde Juden

          Attila Hildmann ist vor der Justiz in die Türkei geflohen. Dort lässt er seinem Antisemitismus nun freien Lauf. Vorher nutzte er noch Codewörter, die auch bei manchen Querdenkern und Corona-Leugnern beliebt sind.
          Auch vor der Kulisse des Bodensees sollte man seine Altersvorsorge nicht komplett vergessen.

          „Gender Pension Gap“ : Im Alter kommt das böse Erwachen

          Die Lücke im Alterseinkommen zwischen Frauen und Männern hat vielfältige Gründe. Doch vielen Frauen ist das Problem gar nicht bekannt. Dabei sind gerade sie davon betroffen.