https://www.faz.net/-gzg-a5e2z

Unterricht in Corona-Zeiten : So viel in der Schule wie möglich

Behütet – und hoffentlich auch geschützt: In dieser fünften Klasse eines Frankfurter Gymnasiums gehören Masketragen und Lüften zur Unterrichtsroutine. Bild: dpa

Etliche Lehrer an hessischen Schulen fordern angesichts der steigenden Corona-Infektionen einen zeitweisen Distanzunterricht. Das hessische Kultusministerium jedoch setzt weiterhin auf Präsenz.

          2 Min.

          Einen hessenweiten Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht soll es trotz steigender Corona-Zahlen nicht geben. Das hat das Kultusministerium auf Anfrage der F.A.Z. mitgeteilt. In den vergangenen Tagen hatten sich Forderungen gehäuft, zu einem sogenannten Wechselmodell überzugehen, also einer Teilung der Lerngruppen und einem täglichen oder wöchentlichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. Unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Frankfurter Stadtschülerrat sprechen sich dafür aus. Nur so könne in den Klassenräumen das Abstandsgebot eingehalten werden.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Im Main-Kinzig-Kreis werden Schüler von der siebten Klasse an schon jetzt nach dem Hybridmodell unterrichtet. In Offenbach soll es in den Oberstufen und den beruflichen Schulen in der nächsten Woche dazu kommen. Für den örtlichen GEW-Kreisverband ist das nicht ausreichend. Die Lehrkräfte anderer Schulformen seien wütend, sagt Thilo Hartmann vom Vorsitzendenteam. Die vielen Infektions- und Verdachtsfälle träten nicht nur in den Oberstufen und Berufsschulen auf. Bereits jetzt könne das Kreisgesundheitsamt die meisten Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen und stehe den Schulen kaum noch beratend, geschweige denn entscheidend zur Seite.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die HMS Defender bei ihrer Ankunft im Hafen von Odessa am 18. Juni

          Vorfall im Schwarzen Meer : Wollte die Royal Navy Russland provozieren?

          In Großbritannien verstärkt sich der Eindruck, dass die Royal Navy im Schwarzen Meer ein Zeichen setzen wollte. Moskau droht für Wiederholungen mit Bombenangriffen „nicht einfach in den Kurs, sondern auf das Ziel“.