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Hubarbeitsbühnen-Vermietung : Mit dem Unternehmen immer steil aufwärts

Bringt viele in die Höhe: der 84 Jahre alte Seniorchef auf dem Hof seines Unternehmens Bild: Wonge Bergmann

Vor 50 Jahren hatte Heinz Schmidt eine Idee. Als einer der Ersten vermietete er Hubarbeitsbühnen. Insbesondere in der vergangenen Woche ist die Nachfrage gestiegen.

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          Ein Unternehmen, mit dem es immer aufwärts geht: In Neu-Isenburg ist es zu finden. Ob in der Frankfurter Einkaufsgalerie „My Zeil“, im „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen, im Porsche-Museum in Stuttgart oder bei Fernsehübertragungen der Formel eins vom Hockenheim- oder vom Nürburgring – die Neu-Isenburger Firma Schmidt war mit ihren Hubarbeitsbühnen stets dabei. Menschen wurden bei Großprojekten ebenso in luftige Höhe befördert wie Baumaterial. Bei den Autorennen ging es zum Beispiel darum, Fernsehkameras und Scheinwerfer nach oben zu hieven, damit die Zuschauer zu Hause die Überholmanöver aus ungewöhnlichen Perspektiven verfolgen konnten.

          Eberhard Schwarz

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Kreis Offenbach.

          Heinz Schmidt, der die Hubarbeitsbühnen-Vermietung vor 50 Jahren gründete, ist auch heute noch jeden Tag im Unternehmen präsent. Das erste Fahrzeug, das er 1969 anschaffte, kam mit seiner Bühne auf eine Höhe von 11,50 Meter. Das zweite Fahrzeug brachte es schon auf 19 Meter. Im Laufe der Zeit ging es immer höher hinauf. In den neunziger Jahren habe man die damals höchste Bühne der Welt besessen, erinnert sich der 84 Jahre alte Seniorchef. Sie erreichte eine Höhe von 72 Metern. Heute kann das Unternehmen seinen Kunden eine auf ein Lastwagen-Fahrgestell montierte Arbeitsbühne anbieten, die es bis in 88 Meter Höhe schafft. Heinz Schmidt würde dort sofort selbst einsteigen.

          Begonnen hatte alles, als der von Schmidts Vater 1927 gegründete Elektrobetrieb von der Stadt den Auftrag erhielt, die Straßenlaternen zu warten. Die Stadtwerke hätten damals für derartige Tätigkeiten noch Holzleitern hochgedreht, berichtet Schmidt, der damals in der Firma seiner Eltern tätig war. Fortan fuhr er nachts mit der ersten Arbeitsbühne durch die Straßen, um nach defekten Leuchten Ausschau zu halten.

          Es gab Bedarf, aber keinen Anbieter

          Dabei hatte er die Idee, dass jeder eine solche Arbeitsbühne mieten können müsste, der sie benötigte. Den Bedarf dafür habe es gegeben, aber keinen Anbieter. Schmidt baute die Geschäftssparte in Deutschland mit auf. Früher habe es vier Firmen in ganz Deutschland gegeben. Heute seien 36 Mitbewerber allein in Frankfurt und Umgebung einschließlich Mainz tätig. 1983 wurde die Hubarbeitsbühnen-Vermietung von der Elektrofirma getrennt und als eigenständige Firma fortgeführt. 1997 kam Schmidts Sohn Alexander in die Geschäftsleitung dazu.

          Inzwischen haben die Kunden des Unternehmen die Wahl zwischen mehr als 1000 Geräten von 150 unterschiedlichen Typen. In ganz Europa kamen die Arbeitsbühnen schon zum Einsatz. Heinz Schmidt kann sich noch gut an den Brand eines Silos der Groß-Gerauer Zuckerfabrik 1999 erinnern: Damals nahm die Feuerwehr seine Dienste in Anspruch und brachte ihn mit einer Arbeitsbühne zum Brandort. An dem brennenden Turm beförderte Schmidt die Brandbekämpfer in die Höhe.

          Das Unwetter machte sich bemerkbar

          Neu-Isenburg blieb die Firma immer treu: An der Dornhofstraße steht ein 38.000 Quadratmeter großes Betriebsgelände zur Verfügung. Auf die Übergabe eines gemieteten Geräts können die Kunden dort in einem roten Londoner Doppelstockbus, Baujahr 1949, warten. Niederlassungen entstanden in Besigheim bei Stuttgart und in Ginsheim-Gustavsburg.

          Die Nachfrage nach Hubarbeitsbühnen sei in den vergangenen Tagen gestiegen, berichtet Alexander Schmidt. Der Sturm, der vor einer Woche über die Region fegte, mache sich bemerkbar: Viele Dachdecker, Garten- und Landschaftsbauer seien beauftragt worden, die Unwetterschäden zu beseitigen, und benötigten dafür die entsprechenden Geräte.

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