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„Langwieriger Prozess“ : Universität Gießen möglicherweise wochenlang offline

  • Aktualisiert am

Offline: Die JLU ist weiter im Netz nicht präsent Bild: dpa

Wie lange werden die Internetseiten der Justus-Liebig-Universität Gießen nicht erreichbar sein? Das wüsste Uni-Präsident Mukherjee auch gerne. Die Rede ist von einer unbekannten Variante einer Schadsoftware.

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          Die Justus-Liebig-Gießen geht nach einem möglichen Hackerangriff davon aus, noch länger offline zu sein. Das IT-Problem werde sich nicht in Tagen lösen lassen, sagte eine Sprecherin der Hochschule am Mittwoch. Man gehe weiterhin davon aus, es mit einer noch unbekannten Variante einer Schadsoftware zu tun zu haben. Der „Gießener Anzeiger“ zitierte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee mit den Worten: „Wir rechnen mit der Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit des ganzen Netzes nicht in Tagen, sondern in Wochen.“

          Die mittelhessische Hochschule hatte nach einem „schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall“ alle Server heruntergefahren und Anzeige wegen des Verdachts auf einen Cyber-Angriff gestellt. Seit Sonntag können weder das Internet, E-Mail-Systeme noch interne Netzwerke genutzt werden. Betroffen ist auch die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek in Fulda. Angebote stünden derzeit nur eingeschränkt zu Verfügung, teilte die Hochschule mit. Grund sei, dass die Bibliothek Dienstleistungen der Uni Gießen nutze.

          IT-Experte Michael Waidner sagte mit allgemeinem Blick auf Folgen von Cyber-Angriffen, dass es ein langwieriger Prozess sei, ein System danach zu reinigen und wieder hochfahren zu können. Die betroffenen Bereiche müssten im System gefunden, bereinigt und sichergestellt werden, dass sich keine Schadsoftware mehr im Netzwerk verstecke, sagte der Leiter des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit „Athene“ der Fraunhofer-Gesellschaft in Darmstadt.

          Angriffe gebe es regelmäßig und regelmäßig seien auch Institutionen oder Behörden betroffen. „Je offener ein System, desto angreifbarer.“ Experten des Instituts unterstützen derzeit die Gießener Uni.

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