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Aromastoff-Herstellung : Vanillin aus Holzabfällen

Umweltschonende Variante: Im Mittelpunkt steht bei dieser Herstellung von Vanillin der Holzbestandteil Lignin. Bild: dpa

Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz haben eine umweltschonende Methode gefunden, um Vanillin herzustellen. Bisher wurde das überwiegend aus Erdöl gewonnen – wobei giftige Abfälle entstehen.

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          Vanillin ist einer der weltweit am meisten genutzten Aromastoffe. Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Uni haben nun eine neue, umweltschonende Methode gefunden, um es herzustellen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im Mittelpunkt steht dabei der Holzbestandteil Lignin, der in großen Mengen als Abfall bei der Papierproduktion anfällt.

          Die Forscher haben dafür Lignin in Natronlauge gegeben, das Gemisch auf 160 Grad Celsius erhitzt und mit Hilfe von Nickel-Elektroden unter Strom gesetzt. In diesem Prozess entsteht Vanillin.

          Dieser Stoff ist einer Mitteilung der Uni zufolge so hochwertig, dass er als natürliches Vanillin deklariert werden dürfe. „Nach jahrelanger intensiver Forschung ist uns damit ein echter Durchbruch gelungen“, sagte Siegfried Waldvogel, Sprecher des Spitzenforschungsbereichs „SusInnoScience“ an der Universität.

          Bisher wird Vanillin überwiegend aus Erdöl gewonnen, wobei aber giftige Abfälle entstehen. Das ist bei der neuen Methode nicht der Fall.

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