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Unglück auf der A66 : Waren weitere Fahrer an dem Rennen beteiligt?

Die Unfallstelle: Weil drei Männer sich ein Autorennen lieferten, zahlte eine Frau mit ihrem Leben. Bild: 5vision

Nach dem tödlichen Unglück auf der A66 prüft die Polizei, ob weitere Fahrer bei dem illegalen Autorennen dabei waren. Es geht auch um die Frage, ob am Abend zuvor ein gezieltes Treffen unter Rasern stattgefunden hat.

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          Nach dem Unfall auf der A66 mit einer Toten und mehreren Verletzten prüft die Polizei, ob weitere Fahrzeuge an dem Rennen beteiligt waren. Wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte, ist das derzeit „Gegenstand der Ermittlungen“. Dass es noch weitere Beteiligte gebe, werde „nicht ausgeschlossen“.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In diesem Zusammenhang könnte ein Treffen mehrerer junger Männer an der Schwalbacher Straße in Wiesbaden am späten Freitagabend für die Ermittler zunehmend von Interesse sein. Wie berichtet, waren Zeugen mehrere Sportwagen der Luxusklasse aufgefallen. Darunter befand sich unter anderem ein dunkler Lamborghini, wie ihn der spätere Unfallverursacher Navid F., gefahren hat, sowie zwei Porsche und zwei Ferrari.

          Ein weiterer Zeuge, der seinen Angaben zufolge am Samstagmittag zum Zeitpunkt des Unfalls auf der A66 unterwegs gewesen ist, spricht ebenfalls von einem Ferrari und einem weiteren Sportwagen, die mit den beiden Lamborghini und dem Porsche, die später an dem Unfall beteiligt waren, in „einem Korso“ gefahren seien.

          Weiterhin auf der Flucht: Die Polizei fandet öffentlich nach dem dritten Fahrer.
          Weiterhin auf der Flucht: Die Polizei fandet öffentlich nach dem dritten Fahrer. : Bild: Polizei

          Unterdessen fahndet die Polizei mit Namen und Fotos des Beschuldigten noch immer nach dem zweiten Lamborghini-Fahrer. Der 34 Jahre alte Ramsy Azakir, der dem Vernehmen nach ein Bekannter des Unfallverursachers Navid F. ist, war nach dem Unfall geflohen und hatte das Fahrzeug in Hofheim abgestellt. Anschließend floh der Deutsch-Pole, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft keinen festen Wohnsitz hat.

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