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Umwelt/Energie : Land: Anteil des Ökostroms in Hessen könnte sich bald verdoppeln

  • Aktualisiert am

Hersteller von Solaranlagen arbeiten an der Kapazitätsgrenze Bild: Solon

Der Marktanteil des „Ökostroms“ in Hessen könnte sich nach Einschätzung der Landesregierung in den nächsten Jahren von vier auf rund acht Prozent verdoppeln. Fachleute rechnen vor allem mit deutlich mehr Biogasanlagen auf großen Bauernhöfen.

          Der Marktanteil des „Ökostroms“ in Hessen wird nach Einschätzung der Landesregierung in den nächsten Jahren wachsen und könnte sich von knapp vier auf rund acht Prozent verdoppeln. Langfristig sei sogar eine Steigerung auf 14 Prozent möglich, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums auf eine Parlamentsanfrage. Dann würde rund ein Siebtel des in Hessen verbrauchten Stroms aus Wind-, Wasser-, Sonnenenergie oder anderen regenerativen Energieformen gewonnen.

          Die Fachleute rechnen vor allem mit deutlich mehr Biogasanlagen auf großen Bauernhöfen, weil die damit erzeugte Energie nach einer Gesetzesänderung besser bezahlt wird. Biogasanlagen erzeugen vor allem aus Gülle Strom. Mit modernen Verfahren könne auch aus der Verbrennung oder Vergasung von Holz mehr Energie gewonnen werden, heißt es in der Stellungnahme. In Hessens Wäldern fallen jedes Jahr rund 500.000 Tonnen Brennholz an.

          Bei der Windenergie rechnet das Ministerium nach Boomjahren mit einem langsameren Wachstum. Die Zahl zusätzlicher Standorte sei begrenzt. Voraussichtlich würden aber kleine Anlagen vielfach durch größere ausgetauscht. Von der Sonnenenergie, die bisher nur im Promillebereich zur Energieversorgung beiträgt, erwartet das Ministerium auch langfristig keinen ins Gewicht fallenden Beitrag.

          Bei den eigenen Liegenschaften ist das Land schon weiter als die gesamte Wirtschaft: Der Anteil des Ökostroms bei Landesgebäuden und Einrichtungen liegt laut Finanzministerium bei rund neun Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie in Hessen insgesamt.

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