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Trotz Pandemie : Wiesbaden feiert Sternschnuppenmarkt

  • -Aktualisiert am

Es geht wieder rund: Wiesbaden wird trotz Pandemie und Ansteckungsgefahr seinen Sternschnuppenmarkt feiern. Bild: Cornelia Sick

Der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden soll in diesem Jahr trotz Pandemie stattfinden. Die Stadtverordneten lehnen abgespeckte Variante ab. Kein Marktbeschicker muss verzichten, doch ohne Zaun wird es am Glühweinstand nicht gehen.

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          Der Corona-Pandemie zum Trotz können sich die Wiesbadener auf einen großen Sternschnuppenmarkt zur Weihnachtszeit freuen. Nachdem der Magistrat einen Verzicht als Option ausgeschlossen hatte, lehnte die Rathauskooperation mit Unterstützung der Opposition auch eine stark abgespeckte Variante ab. Beide Möglichkeiten hatte Wirtschaftsdezernent Oliver Franz (CDU) den Politikern in seiner Vorlage aufgezeigt. Nur die Fraktion Linke & Piraten stimmte im Haupt- und Finanzausschuss gegen die große Lösung, weil sich die Fraktion allenfalls wie beim Wochenmarkt einige Verkaufsstände vorstellen konnte, nicht aber die Gastronomie. Eine Entscheidung über das Schicksal des Weihnachtsmarktes war nicht länger hinausschiebbar, um Stornokosten zu vermeiden.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Teurer wird der Markt auf jeden Fall. Die nun beschlossene Variante sieht vor, dass 50 Warenverkaufsbuden auf dem Kurhaus-Vorplatz aufgestellt werden, sofern das Landesdenkmalamt zustimmt. Weitere 62 Verkaufsstände und die Fahrgeschäfte, ein Karussell und die Kinder-Eisenbahn, finden ihren Platz auf dem Schlossplatz. 22 gastronomische Stände werden als „Sternschnuppen-Schlemmer-Markt“ auf dem Luisenplatz und dem Kranzplatz konzentriert, eingezäunt und mit einer Einlasskontrolle für Besucher versehen.

          Die kommunale Tochter Triwicon rechnet bei Gesamtkosten von 760.000 Euro mit einem Defizit von 432.000 Euro, weil zusätzliche Kosten für den Infektionsschutz nicht durch höhere Standgebühren refinanziert werden können. Dieser Verlust wird daher von der Stadt zu tragen sein und soll aus dem kommunalen „Corona-Budget“ bestritten werden. Das gilt auch für die finanziellen Folgen des nicht auszuschließenden Falls, dass der Weihnachtsmarkt bei einer Verschärfung der Lage und neuen Rechtsvorschriften vielleicht doch noch kurzfristig wieder abgesagt werden muss.

          Eröffnung unter Corona-Bedingungen

          Eröffnet werden soll der Sternschnuppenmarkt unter Corona-Bedingungen am 24. November. Laut Franz ist es gelungen, ein Konzept für den Sternschnuppenmarkt zu entwickeln, das die Corona-Auflagen für Weihnachtsmärkte der aktuellen Landesverordnung beachtet. Auf dem Schlossplatz werden die Weihnachtskrippe und der Weihnachtsbaum aufgebaut. Auf dem Kurhaus-Vorplatz soll gebummelt werden. Dort werden Kunsthandwerker ihre Waren anbieten.

          Allerdings gelten überall die Regeln und Vorgaben der Corona-Verordnung. Daher dürfen den Schlemmer-Markt maximal 250 Personen gleichzeitig besuchen. Dieses Limit gilt auch auf dem Familien-Markt. Auf dem Kunsthandwerkermarkt gilt Maskenpflicht, allerdings ohne Zugangskontrolle. Eigens beauftragtes Sicherheitspersonal wird die Einhaltung der Abstandsregeln kontrollieren. Dieses Konzept ermöglicht es, dass alle Marktbeschicker des regulären Sternschnuppenmarkts zum Zuge kommen und keine Auswahl getroffen werden muss, die nach den Erwartungen der Verwaltung Ärger und Beschwerden zur Folge gehabt hätte.

          „Wir sind sehr froh, dass wir einen vollständigen Sternschnuppenmarkt realisieren können, wenn auch in anderer Aufteilung und in anderer Atmosphäre“, sagt der Geschäftsführer von Wiesbaden Congress & Marketing, Oliver Heiliger.

          Geöffnet ist der Sternschnuppenmarkt vom 24. November bis 23. Dezember jeweils von Montag bis Donnerstag von 10.30 Uhr bis 21 Uhr, am Freitag und Samstag von 10.30 bis 21.30 Uhr und an den Sonntagen von 12 bis 21 Uhr. Zusätzlich gibt es wieder die hessische „Winterstubb“ mit Riesenrad auf dem Mauritiusplatz, die sogar bis zum 10. Januar geöffnet bleiben und die Innenstadt beleben soll.

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