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Taunus-Tourismus : Jetzt ist auch noch der Turm zu

Falsche Perspektive: Eigentlich sollte man vom Aussichtsturm über das Umland blicken – und nicht nur zu ihm aufschauen. Bild: Wonge Bergmann

Geschlossene Hotels, aber reger Betrieb auf den Wanderwegen: Das ist der Taunus-Tourismus im Corona-Jahr. Auch der Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg bleibt in diesem Frühling zu.

          3 Min.

          Auf dem höchsten Berg des Taunus müssen Besucher jetzt am Boden bleiben. Der Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg, in dem der Taunusklub auch ein Jugend- und Wanderheim mit Übernachtungsmöglichkeit betreibt, ist aus Brandschutzgründen geschlossen. Das hat am Mittwoch der Hessische Rundfunk (HR) mitgeteilt, dem der 40 Meter hohe Turm gehört. Eine Gefahrenverhütungsschau der Feuerwehr Schmitten brachte das Aus für die Turmbesteigung. Bei der Begehung stellte ein Brandschutzgutachter fest, dass die seit 2018 geltende Brandschutzrichtlinie der Hessischen Bauordnung nicht eingehalten wird, weil ein zweiter Fluchtweg fehlt.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Die Besucherplattform und die Aufenthaltsräume im ersten Obergeschoss dürfen nicht mehr genutzt werden, weil die Feuerwehr sie nicht mit der Leiter erreichen kann. Der Kiosk im Erdgeschoss darf mit Einschränkungen weiter öffnen. Um die Auflagen zu erfüllen, rechnet der HR mit Kosten von 300.000 Euro. Der Sender hat inzwischen mit dem Taunusklub, der Gemeinde Schmitten und dem Hochtaunuskreis gesprochen. Mit diesen Auswirkungen habe man nicht gerechnet, so die stellvertretende HR-Intendantin Gabriele Holzner.

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