https://www.faz.net/-gzg-9nuba

Tod von Walter Lübcke : Mann aus Gewahrsam entlassen

Ein bewegender Fall: Abschied vom getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke Bild: dpa

Die Polizei hat einen im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten in Gewahrsam genommenen Mann wieder entlassen. Die Person stand offenbar in privater Beziehung zu dem CDU-Politiker.

          Der Mann, der am Samstag im Zusammenhang mit dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke festgenommen wurde, ist wieder auf freiem Fuß. Wie ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen mitteilte, wurde der Mann bis in die späten Abendstunden befragt. Man habe ihm eine Tatbeteiligung aber nicht nachweisen können.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei befindet sich nun in einer schwierigen Phase der Ermittlungen. Einerseits heißt es aus Ermittlerkreisen, die Verdachtsmomente gegen den Mann hielten weiter an und müssten geklärt werden. Andererseits hatte sich gestern Abend im Laufe der Befragung abgezeichnet, dass die Anhaltspunkte nicht ausreichen würden, um den Mann in Gewahrsam zu behalten und ihn in einem nächsten Schritt sogar einem Haftrichter vorzuführen.

          Da der Mann aus dem persönlichen Nahbereich des Opfers stammte, hatte die Polizei zudem eine Vorverurteilung befürchtet. Ein Sprecher sagte am Samstagabend, es gehe auch darum, die Persönlichkeitsrechte des Mannes zu schützen.

          Die Polizei konzentriert sich deshalb offiziell weiter auf die Auswertung der Hinweise, die aus der Bevölkerung eingegangen sind - insbesondere auf das Geschehen von 22 Uhr bis Mitternacht auf der Kirmes und am Wohnhaus des Opfers.

          Wie berichtet, war der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) in der Nacht zum vergangenen Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden.

          Weitere Themen

          Blockade mit drei farbigen Fingern

          Proteste vor IAA : Blockade mit drei farbigen Fingern

          Hunderte Demonstranten der Aktion „Sand im Getriebe“ haben zwei der fünf Eingänge der Messe blockiert. Ihr Protest richte sich nur gegen die Konzerne, sagen sie. Das empfinden viele Besucher anders.

          Merck stockt Arzneilager auf

          Sorge vor Brexit : Merck stockt Arzneilager auf

          Merck bereitet sich auf einen ungeordneten Brexit vor. Das Chemie- und Pharmaunternehmen hat sein Arzneilager aufgestockt, um trotz langwieriger Grenzkontrollen wichtige Medikamente bereitstellen zu können.

          Topmeldungen

          Über der getroffenen Ölanlage in Abkaik steht eine immense Rauchsäule (Fernsehbild).

          Angriff auf Saudi-Arabien : Der Ölpreis dürfte am Montag kräftig steigen

          Die Houthi-Rebellen haben das Herz der saudi-arabischen Ölindustrie getroffen. Der Drohnenangriff könnte an den Märkten zu einem Schock führen. An der Tankstelle mussten Autofahrer schon etwas mehr zahlen.

          Proteste vor IAA : Blockade mit drei farbigen Fingern

          Hunderte Demonstranten der Aktion „Sand im Getriebe“ haben zwei der fünf Eingänge der Messe blockiert. Ihr Protest richte sich nur gegen die Konzerne, sagen sie. Das empfinden viele Besucher anders.
          Zu häufiges Nutzen des Smartphones kann krank machen. Aber ganz darauf verzichten geht heutzutage auch nicht.

          Data Detox : Wie man mit wenigen Schritten seine Datenflut eindämmt

          Unsere Datenflut kommt Konzernen wie Facebook und Google zugute, wobei alles andere als klar ist, was genau mit den Informationen geschieht. Mit einigen Tipps kann man sein Handy vor Zugriffen schützen.

          Bayerns zwei Gesichter : „Keine Feuer legen, bitte“

          War es ein Taktik-Sieg von Julian Nagelsmann gegen Niko Kovac? Die Bayern haben offenbar nicht schnell genug auf Veränderungen des Gegners reagiert – und rutschten in der Tabelle ab. In München will man aber Ruhe bewahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.