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Blaulicht in Rhein-Main : Razzia gegen Schleuser – Feuer in Schweinestall

  • Aktualisiert am

Einsatz gegen Schleuser: Einsatzkräfte der Bundespolizei und Staatsanwaltschaft in Weiterstadt. Bild: dpa

Bei einem Brand in einem Schweinestall in Wächtersbach sind mehrere Tiere ums Leben gekommen und zwei Menschen leicht verletzt worden. Nach Hausbränden in Fuldabrück und Guxhagen ist ein Mann festgenommen worden.

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          Darmstadt. Ein 36 Jahre alter Mann aus dem Raum Seeheim-Jugenheim steht im Verdacht, zusammen mit einer 32-Jährigen Ukrainer illegal nach Deutschland geschleust geholt und illegal als Kurierfahrer beschäftigt zu haben. Die beiden deutschen Staatsangehörigen sollen gefälschte Arbeitsverträge unter dem Deckmantel ihrer polnischen Firma ausgestellt und so Scheinarbeitsverhältnisse geschaffen haben, wie die zuständige Staatsanwaltschaft in Darmstadt am Donnerstag mitteilte. Auf diesem Wege hätten sie Touristenvisa erschlichen.

          Der 36-Jährige wurde demnach bei Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen sowie Steuerberaterbüros am Donnerstag festgenommen. Umfangreichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge sollen die beiden Beschuldigten in mindestens 13 Fällen Ukrainer per visumfreier Einreise nach Deutschland geholt und hier beschäftigt haben. Ukrainische Staatsangehörige dürfen demnach zu touristischen Zwecken für einen bestimmten Zeitraum ohne Visum einreisen. Um arbeiten zu dürfen, sei aber unter anderem eine Arbeitserlaubnis notwendig. Ermittelt wird den Angaben zufolge unter anderem wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt, aber auch Steuerhinterziehung. Bei den Durchsuchungen am Donnerstag wurden laut Mitteilung zudem neun ukrainische Kurierfahrer festgenommen, da sie keine gültige Aufenthaltserlaubnis hatten. Gegen sie seien eigene Strafverfahren eingeleitet worden, hieß es.

          Wächtersbach. Bei einem Feuer in einem Schweinestall sind zwei Menschen verletzt worden. Mehrere Tiere verendeten. Der Stall war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Ein Gewitter könnte das Feuer am Mittwochabend ausgelöst haben. Der Besitzer und ein Mitarbeiter hätten demnach versucht, mehrere Schweine zu retten. Dabei hätten sie sich leicht verletzt.

          Wie viele Tiere im Stall waren, blieb zunächst unklar. Der Sprecher schätzte ihre Zahl nach ersten Erkenntnissen auf 40 bis 60. Das Feuer habe den Stall komplett zerstört. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von 150.000 Euro aus. Die Beamten ermitteln die Brandursache, hieß es.

          Fuldabrück/Guxhagen. Nach zwei Hausbränden hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 63 Jahre alte Mann soll in der Nacht zum Dienstag die beiden Feuer vorsätzlich gelegt haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein Tatmotiv sei nicht bekannt. Ersten Erkenntnissen zufolge kennen sich die Bewohner der betroffenen Häuser und der Tatverdächtige persönlich. Bei dem Brand im Reihenhaus in Fuldabrück sei ein Schaden von 300.000 Euro entstanden. Das dort lebende Ehepaar habe das Haus rechtzeitig verlassen und nur leichte Rauchgasvergiftungen erlitten. Rund zwanzig Minuten später kam es zu dem Feuer im Nachbarort Guxhagen. Die Nachbarn und die Bewohner hätten es rechtzeitig bemerkt und gelöscht. Es sei ein Schaden von rund 2500 Euro entstanden.

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          Nach der Festnahme sei der Tatverdächtige aus gesundheitlichen Gründen ins Krankenhaus gebracht worden. Derzeit untersucht die Staatsanwaltschaft, ob Gründe für eine Untersuchungshaft vorliegen.

          Wetzlar. Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein Fußgänger leicht verletzt worden. Der Mann sei am Dienstagabend mit seinem Hund auf der Straße gelaufen, als ihm das Auto entgegengekommen sei, teilte die Polizei mit. Das Fahrzeug sei zu schnell unterwegs gewesen und der 49 Jahre alte Fußgänger habe den Fahrer mit Handzeichen dazu aufgefordert, langsamer zu fahren. Das Auto erfasste den Mann laut Polizei und schleuderte ihn auf die Motorhaube und anschließend auf den Boden. Der Wagen sei nach dem Zusammenstoß weitergefahren. Nach einer halben Stunde sei der 18 Jahre alte Fahrer zurückgekehrt. Er schilderte den Zusammenstoß anders als der Fußgänger und gab an, er habe unter Schock gestanden und sei deswegen weitergefahren. Die Polizei habe den Mann auf die Wache geführt und sein Auto sowie seinen Führerschein sichergestellt, hieß es. Nach einem negativen Alkoholtest sei der Autofahrer am Mittwoch entlassen worden.

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