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Umdenken im Forst : Klimastabiler Wald als Ziel

  • -Aktualisiert am

Vorbildlich: So wie die Besitzer des Privatwaldes bei Schönstadt Cölbe nahe Marburg wollen die Taunussteiner ihren Wald bewirtschaften. Bild: Stadt Taunusstein

Die Stadt Taunusstein will den Vertrag mit der Landesagentur Hessen Forst kündigen und eigene Förster einstellen. Außerdem sollen Jäger künftig mehr Rehe schießen.

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          Es ist eine Generationenaufgabe und die Stadt Taunusstein geht sie nun an. Die größte Kommune im Rheingau-Taunus-Kreis wird ihre Forst-und Wildwirtschaft radikal umstellen, denn es soll ein klimastabiler Dauerwald wachsen. Der Schwerpunkt des neuen Bürgerwaldes soll auf der Erholungs- und Schutzfunktion liegen – ökonomische Faktoren treten in den Hintergrund. Dazu wird die Stadt den Vertrag mit Hessen Forst kündigen und zwei eigene Förster einstellen. Auslaufende Jagdpachtverträge sollen nicht verlängert werden, denn die Jäger müssen im städtischen Auftrag künftig mehr Rehwild schießen, um junge Pflanzen zu schützen.

          Das hat Bürgermeister Sandro Zehner (CDU) mitgeteilt. Der Magistrat hat dem neuen Konzept bereits zugestimmt, noch steht jedoch der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus. Am Wochenende machten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt ein Bild davon, wie ein solcher Wald aussehen könnte. In Schönstadt Cölbe bei Marburg wurden sie von Waldexperten durch den „Junkernwald“ geführt, der seit Jahren naturnah bewirtschaftet wird.

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