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Hirsche für Israel : Vom Taunus in den Nahen Osten

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Ein Taunus-Hirsch in Jerusalem: Die Tiere wurden im Opel-Zoo gezüchtet Bild: dpa

Mesopotamische Damhirsche werden schon in der Bibel erwähnt. Damit die Art erhalten bleibt, werden Tiere aus Kronberg in den Nahen Osten gebracht. Dort lernen die Taunus-Hirsche wieder, wie man in freier Wildbahn überlebt.

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          Der Umzug in ein neues Gehege hatte es in sich für die beiden jungen Mesopotamischen Damhirsche, die im Frühjahr 2017 den Kronberger Opel-Zoo verließen. Denn von den grünen Hügeln des Taunus ging es in das wärmere und trockenere Klima von Jerusalem. Die beiden jungen Hirsche sollten frisches Blut bringen in ein Artenschutzprojekt des dortigen Zoos und der israelischen Naturschutzbehörde. Die schon in der Bibel beschriebene und in der Natur stark gefährdete Art soll wieder heimisch werden in der Region.

          „Wir sind sehr froh über diese Zusammenarbeit“, betont Nili Avni-Magen, Tierärztin des Zoos in Jerusalem und dort verantwortlich für das Auswilderungsprojekt, das seit mehr als 20 Jahren existiert, aber am Anfang mit Problemen zu kämpfen hatte. Doch mittlerweile sind nicht nur mehr als 100 im Zoo gezüchtete Hirsche in den Bergen rund um Jerusalem in einem Naturschutzgebiet in die Freiheit entlassen worden, die Überlebensrate der Tiere hat sich deutlich verbessert. „Die Tiere, die jetzt freigesetzt werden, sind ein bis zwei Jahre alt – zuvor waren sie vier bis fünf Jahre alt“, erläutert Avni-Magen. „Die jüngeren Hirsche scheinen sich besser und schneller an die neuen Bedingungen anpassen zu können.“

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