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Tarifstreit Nahverkehr Hessen : Bis zu 1000 Euro Corona-Prämie für Busfahrer

  • Aktualisiert am

Mit Warnstreiks auch in Frankfurt machte Verdi Druck auf die Arbeitgeber. Bild: dpa

Einmal-Zahlungen statt prozentuale Lösungen stehen im Tarifabschluss für die Fahrer von Bussen und Bahnen in Hessen. Unter anderem sollen sie im Dezember eine Corona-Prämie von bis zu 1000 Euro erhalten.

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          In den zuletzt verhärteten Tarifverhandlungen für die kommunalen Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Hessen hat es nach Gewerkschaftsangaben eine Einigung gegeben. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Dienstagabend mit, sie habe sich mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Hessen (KAV) auf einen Tarifabschluss geeinigt. Damit scheinen weitere Streiks auf Bus- und Tramlinien etwa an Adventssamstagen abgewendet.

          Die monatlichen Entgelte würden demnach zweimal um einen Festbetrag von 99 Euro erhöht: Das erste Mal am 1. April 2021, das zweite Mal am 1. April 2022. Zudem gebe es im Dezember eine steuer- und abgabenfreie Corona-Prämie zwischen 500 und 1000 Euro. Ferner bekommen die Beschäftigten laut Verdi bis zu drei Entlastungstage, also arbeitsfreie Tage. Schließlich werde der Tarifvertrag von 2023 an wieder an die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes gekoppelt. Die Laufzeit des Manteltarifvertrags ende am 31. Dezember 2023.

          Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel urteilte: „Das war ein hartes Stück Verhandlungsarbeit. Beide Seiten mussten von ihren Vorstellungen abrücken.“ Mit dem neuen Abschluss schließe man zum Gehaltsniveau in anderen Bundesländern auf, zudem profitierten Beschäftigte mit niedrigem Einkommen mehr davon als andere.

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