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Tarifstreit : Auch bei Ärzten in Hessen stehen Zeichen auf Streik

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Bei der Urabstimmung über einen Ärztestreik in Hessen zeichnet sich nach Angaben des Marburger Bundes breite Zustimmung an den Universitätskliniken ab. Die 75-Prozent-Grenze werde auf jeden Fall überschritten, heißt es.

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          Bei der Urabstimmung über einen Ärztestreik in Hessen zeichnet sich nach Angaben des Marburger Bundes breite Zustimmung an den Universitätskliniken ab. „Von der Tendenz her sieht es danach aus, daß wir auf jeden Fall über 75 Prozent Ja- Stimmen kommen“, sagte der Landesgeschäftsführer der Ärztegewerkschaft, Udo Rein, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

          Zu der Abstimmung über den Arbeitskampf sind bis einschließlich Dienstag knapp 1000 gewerkschaftlich organisierte Mediziner an den Unikliniken Frankfurt sowie Gießen und Marburg aufgerufen. Mindestens 75 Prozent der abgegebenen Stimmen müssen einen Streik befürworten, damit der Marburger Bund wie geplant an diesem Donnerstag mit den Aktionen beginnen kann. Wo und in welchem Umfang es dann Streiks in Hessen geben wird, ließ Rein noch offen.

          Hintergrund der Auseinandersetzung ist das Scheitern der bundesweiten Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über einen neuen Tarifvertrag für die gut 22.000 Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern. Obwohl Hessen der TdL nicht mehr angehört, will der Marburger Bund auch im Land seinen Forderungen nach 30 Prozent mehr Geld und einem speziellen Ärztetarifvertrag Nachdruck verleihen. Die Ärztegewerkschaft hatte bundesweit zu Urabstimmungen über einen Streik aufgerufen.

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