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Suche nach Mutter von totem Baby : Kripo sucht testunwillige Frauen in Bad Vilbel auf

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Am Massen-Gentest per Speichelprobe in Bad Vilbel haben rund 400 Frauen weniger teilgenommen, als zuvor angeschrieben wordern waren Bild: dapd

Mehr als 300 Frauen in Bad Vilbel müssen von diesem Montag an mit einem Besuch der Kriminalpolizei rechnen. Denn nur rund 1100 der in Frage kommenden 1500 Frauen haben an einem Massen-Gentest teilgenommen, mit dem die Polizei die Mutter eines toten Babys finden will.

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          Zum Abschluss des freiwilligen Massen-Gentests in Bad Vilbel hatten am Sonntag noch rund 400 der 1500 betroffenen Frauen keine Speichelprobe abgegeben. Insgesamt waren während des gut eine Woche andauernden Gentests, mit dem die Mutter eines getöteten Babys ermittelt werden soll, etwa 1100 Frauen bei der Polizei erschienen, sagte Polizeisprecher Jörg Reinemer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Einige Frauen hätten sich an die Polizei gewandt und sich nachträglich zum Test angemeldet.

          Die übrigen Frauen müssten bereits von diesem Montag an mit einem Besuch der Kriminalpolizei rechnen. „Ich gehe davon aus, dass viele Frauen den Test dann noch nachholen“, sagte Reinemer. Wie lange es dauere, bis bei allen Frauen nachgehakt werde, hänge auch davon ab, wie viele Kräfte zur Verfügung gestellt würden. Auf eine komplette Auswertung der Proben hofft Reinemer bis Weihnachten. Noch am Freitag hatten die Ermittler die Hoffnung bekundet, die Mutter könne sich durch den erhöhten Druck freiwillig melden.

          Am 27. Mai dieses Jahres war in der Stadt bei Frankfurt ein totes Baby am Ufer des Flüsschens Nidda gefunden worden. Das Mädchen hatte nach der Geburt gelebt und war offenbar erstickt worden. Der Leichnam steckte in einem blauen Müllsack. Das Kind wurde unter dem Namen Magdalene Anfang Juni beigesetzt.

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