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Mindestens 885 Euro im Monat : Studium nur an einem Ort teurer als in Frankfurt

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Vergleichsweise preiswert: Wer in Gießen studiert, der Stadt mit der größten Studentendichte in Deutschland, braucht im Monat im Schnitt 720 Euro - 165 Euro weniger als in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Studieren und Leben geht in Frankfurt ganz schön ins Geld. Aus einer Studie geht hervor, dass Studierende mindestens 885 Euro ausgeben müssen. Der größte Brocken: die Miete. Selbst der Bafög-Höchstsatz reicht oft nicht.

          Bei den Kosten für das Studium liegt Frankfurt in Deutschland auf Platz zwei. Nur in München ist es noch teurer. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie hervorgeht, zahlen Studierende einer staatlichen Hochschule in der Mainmetropole mindestens 885 Euro im Monat für Studium, Wohnen und Leben. In München sind es rund 1000 Euro im Monat.

          Im hessischen Vergleich ist Studieren in Wiesbaden mit 795 Euro ebenfalls sehr teuer. Darmstadt liegt mit 760 Euro im oberen Drittel. In Marburg (735 Euro) und Gießen (720 Euro) ist es deutlich billiger. In Kassel reichen laut der Studie sogar bereits 700 Euro. Am preiswertesten ist das Studieren und Leben im deutschlandweiten Vergleich in Ilmenau in Thüringen mit 595 Euro.

          1790 Euro im Monat

          Wer an einer privaten Hochschule studiert, muss erheblich mehr bezahlen. So kostet es der Studie zufolge deutschlandweit sogar in keiner Stadt mehr als in Frankfurt. Ganze 1790 Euro müssen Studierende hier im Monat berappen. Auf Platz zwei liegt der Rheingau-Taunus-Kreis mit 1710 Euro.

          Die Kosten in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt übersteigen damit den derzeitigen Bafög-Höchstsatz von 735 Euro. Selbst die am Mittwoch von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgeschlagene Erhöhung auf 850 Euro würde in Frankfurt nicht reichen, um die Kosten zu decken. Wegen steigender Mieten soll der Wohnzuschlag am Bafög 2019 nach Plänen der Ministerin von 250 Euro auf 325 Euro angehoben werden.

          Die Kosten für Wohnen machen laut Studie einen maßgeblichen Anteil der Kosten aus: 40 Prozent sind es demnach im bundesweiten Vergleich. Regional gibt es aber sehr große Unterschiede: So wurde bei der Erhebung eine Spanne zwischen 230 und 600 Euro ermittelt. Das Moses-Mendelssohn-Institut aus Berlin hat Daten an bundesweit 96 Hochschulstandorten analysiert. Zu den Kosten zählen Ausgaben für Nahverkehr, Studium, Lebenshaltung, Verpflegung und Wohnen.

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