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Streitfall Hessenwoche : Wo die Ferien besonders lange dauern

Umstrittene Sonderregelung: Was wiegt schwerer: das Vergnügen der Winterurlauber oder das stille Leiden der Daheimgebliebenen? Bild: Wonge Bergmann

In Hessen dauern die Weihnachtsferien eine Woche länger als andernorts. Nur – wie sinnvoll ist das?

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          Jetzt ist wieder Hessenwoche. Und wie bestellt, hat es am Wochenende im Allgäu und im Schwarzwald, aber auch in den hiesigen Mittelgebirgen geschneit. Also schnell den Schlitten oder die Skier hervorgeholt und mit der Familie ab in den Schnee, sei es für einen Ausflug oder die ganze Woche. Denn während in den anderen Bundesländern die Schule beginnt, sind hierzulande noch sieben Tage Ferien. Das ist Tradition seit Anbeginn der bundesweit koordinierten Ferienplanung in den fünfziger Jahren. Selbst im Kultusministerium weiß niemand genau, woher die hessische Besonderheit ursprünglich kommt. Aber dass sie sich bewährt hat, darüber sind sich die meisten Familien einig.

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          In den vergangenen Jahren war es an Weihnachten meist trüb und nass, aber dann, ein paar Tage nach dem Jahreswechsel, setzte doch das richtige Winterwetter ein. Wie schade wäre es gewesen, wenn ausgerechnet dann die Ferien geendet hätten. Dazu kommt noch ein sozialer Aspekt: Ein Winterurlaub rund um die Feiertage, wenn auch die anderen Bundesländer Weihnachtsferien haben, ist für viele Familien nicht zu bezahlen. Zur Hessenwoche sinken dagegen die Preise in den Skigebieten, auf den Pisten und in den Pensionen geht es weit entspannter zu als noch kurz zuvor.

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