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Jahrelanges Nichtstun : Streit um den Hochwasserschutz

  • -Aktualisiert am

Anwohner der überschwemmten Büdinger Altstadt werden am 29. Januar mit dem Schlauchboot aus ihren Häusern gerettet. Bild: dpa

Nach dem Bruch der Schutzmauer und der Überflutung der Büdinger Altstadt wird heftig diskutiert, wie sich so ein Ereignis künftig vermeiden lässt. Es geht um Schuldzuweisungen für langes Nichtstun - und um ein Rückhaltebecken.

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          Die rund 550 Meter lange Seemenbach-Mauer, deren Höhe zwischen einem und zwei Metern schwankt, ist nach dem Bruch mit Sandsäcken und 2,5 Tonnen schweren Betonblöcken notdürftig geflickt worden. Das kann aber kein Dauerzustand sein. Ein heimischer Bauunternehmer hält eine Grundsanierung des maroden Bauwerks aus dem 17. Jahrhundert für notwendig. Auf ein Stahlbetonfundament müsse eine komplett neue Mauer aus Stahlbeton gesetzt werden. Um die Anforderungen an den Hochwasserschutz zu erfüllen, müsste sie deutlich höher werden als das bestehende Bauwerk.

          Bürgermeister Erich Spamer (FWG) sieht große Probleme für solch ein Multi-Millionen-Euro-Projekt. Da auch der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden hätte, müsste die Schutzmauer wohl in Anlehnung an das historische Vorbild verkleidet werden. Doch wer kommt für die Kosten auf? Welche Zuschüsse gibt es? Da sich die Mauer im Eigentum der Fürstenfamilie zu Ysenburg und Büdingen befindet, sind der Stadt nach Auskunft des Bürgermeisters die Hände gebunden.

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