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Streit in der Provinz : Alle gegen den Bürgermeister

Prägend: Früher garantierte das Kraftwerk Staudinger Großkrotzenburg Wohlstand. Doch mit dem Kohle-Ausstieg hat sich das geändert. Bild: Axel Häsler

In einem Nachbarort Hanaus stehen die Zeichen auf Sturm. Dort haben sich die Fraktionen gegen den Bürgermeister von Großkrotzenburg zusammengetan und monieren ein Demokratieproblem.

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          Wie soll es weitergehen im von politischen Krisen geplagten Großkrotzenburg? „Vielleicht einen Mediator einschalten“, sinniert der parteilose Bürgermeister Thorsten Bauroth. Aber nur einen Moment lang, dann verwirft er diesen Gedanken wieder. Das sei doch wohl nicht das richtige Instrument, um in dem Nachbarort von Hanau, vor allem bekannt durch das Großkraftwerk Staudinger, den Burgfrieden wiederherzustellen.

          Luise Glaser-Lotz
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.

          Im Verhältnis zwischen dem hauptamtlichen Gemeindevorstand, sprich dem Bürgermeister, und den Fraktionen der Gemeindevertretung kriselt es seit Langem. Jetzt hat sich die Lage zugespitzt. Obwohl sich die Fraktionen in der Vergangenheit untereinander auch oft nicht grün waren, fanden sie sich nun zu einer geschlossenen Front zusammen und prangern in einer Resolution vielfache Versäumnisse des parteilosen Bürgermeisters an. Zu einer Pressekonferenz demonstrierten Geschlossenheit: Uwe Bretthauer von der SPD, Landtagsabgeordneter Max Schad von der CDU, Christoph Zeller von der FDP und Lucas Bäuml von den Krotzebojer Grünen.

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