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Schulstreit im Odenwald : Schulleiter gibt nach Protesten auf

  • Aktualisiert am

Schüler der Ernst-Göbel Schule organisierten im Mai 2022 eine Kundgebung. Bild: Dirk Zengel

An der Göbel-Schule in Höchst im Odenwald war es zu Schülerstreiks gekommen, weil der beliebte Oberstufenleiter an eine Schule versetzt worden war. Jetzt kommt er zurück - und der Schulleiter geht.

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          In den vergangenen Monaten hat die Erich-Göbel-Schule in Höchst im Odenwald Aufsehen erregt, weil das Staatliche Schulamt gegen den Willen vieler Schülerinnen und Schüler den Oberstufenleiter Rüdiger Wehde an eine Schule in Michelstadt abgeordnet hatte. Wehde war mit einer von Schulleiter Ralf Guinet beschlossenen Neuregelung des Oberstufenunterrichts nicht einverstanden und hatte ihm in einem offenen Brief Mobbing vorgeworfen. Nach Wehdes Abordnung kam es zu mehreren Schulstreiks, gegenseitigen Schuldzuweisungen und Protesten. Die Lage drohte zu eskalieren. Nun hat Guinet mitgeteilt, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an die Schule zurückzukehren. Gleichzeitig soll Wehde vom nächsten Schuljahr an dort wieder in seiner früheren Funktion unterrichten.

          Ob damit alle Konflikte gelöst sind, bleibt allerdings offen. Denn Wehde hatte sich auch mit dem stellvertretenden Schulleiter Dennis Kroeschell überworfen, der weiterhin in dieser Funktion an der Schule bleibt. Aus dem Umfeld der Schule ist zu hören, er wolle sich womöglich an eine andere Schule versetzen lassen, um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Guinet hatte schon vor einigen Wochen im Gespräch mit der F.A.Z. erläutert, wie stark ihm der Konflikt in der Schule zusetze.

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