https://www.faz.net/-gzg-964i1

Kommunen : Dauerärger mit Straßenbeiträgen

  • -Aktualisiert am

Damit die Bagger für die Straßensanierung anrücken, müssen sich die Anlieger in vielen hessischen Kommunen an den Kosten beteiligen. (Symbolbild) Bild: ZB

Vier von fünf hessischen Kommunen beteiligen ihre Bürger an der Sanierung von Gemeindestraßen. In den Gemeinden wird der Widerstand dagegen immer größer.

          3 Min.

          In Hofheim soll eine Liste den größten Ärger verhindern. Ziemlich versteckt auf der städtischen Internetseite gibt es seit einiger Zeit ein Dokument mit dem Titel „10-Jahresprogramm – grundhafte Erneuerung“. Darin können die Grundstückseigentümer der Main-Taunus-Kreisstadt nachlesen, wann sie zur Kasse gebeten werden. Genauer gesagt: Wann die Straße saniert wird, an der ihr Haus liegt. Sie erfahren dort auch, wie stark sie sich an den oft immensen Kosten beteiligen müssen. Handelt es sich um eine reine Anliegerstraße, sind es satte 75 Prozent.

          Das kann schnell teuer werden. Nach der jüngsten Aufregung ist die Hofheimer Verwaltung um Transparenz bemüht und hat einige Abrechnungen vergangener Bauarbeiten veröffentlicht. So kostete die Sanierung einer für den innerörtlichen Durchgangsverkehr wichtigen Straße 2,7 Millionen Euro. An den Kosten mussten sich die Anlieger zur Hälfte beteiligen. Bei einer Grundstücksfläche von 400 Quadratmetern und einem Faktor von 1,25 für die Vollgeschosse ergab sich eine Summe von gut 9600 Euro. Für einen einzigen Anlieger. Immerhin haben die übrigen Hofheimer Hauseigentümer dank der Liste nun die Möglichkeit, rechtzeitig mit dem Sparen zu beginnen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Für den Lebensabschnitt, der ganz besonders als Baustelle bekannt ist: Blick in eine Küche des Studierendenhauses in Basel.

          Wohnen der Zukunft : Häuser für eine andere Welt

          In der Schweiz revolutionieren junge Büros wie Duplex Architekten mit aufsehenerregenden Wohnexperimenten unsere Vorstellung von der Zukunft der Stadt. Wie könnte die aussehen?

          DFB-Liebling Robin Gosens : „Zwick mich mal“

          Die Geschichte von Robin Gosens gibt es eigentlich nicht mehr: Von einem, der auf dem Dorfplatz entdeckt wurde und nun bei der EM für überwältigende Momente sorgt.