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Stillstand in Mittelhessen : Kurzfristige Krankmeldung bremst Bahnverkehr aus

  • Aktualisiert am

Ausgebremst: 17 Regionalzüge fielen in beiden Richtungen der Strecke Gießen-Marburg-Treysa von Samstagabend bis Sonntagfrüh aus Bild: Daniel Pilar

Stundenlang kein Fernverkehr am Darmstädter Hauptbahnhof - das wäre fast die Folge eines plötzlichen Krankheitsfalls bei der Bahn gewesen. Das Unternehmen fand rechtzeitig Ersatz. Doch dann kam eine Krankmeldung in Marburg.

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          Plötzliche Erkrankungen von Mitarbeitern an zentralen Schaltstellen haben der Deutschen Bahn am Wochenende in Hessen zu schaffen gemacht. Weil für einen Fahrdienstleiter im Stellwerk Marburg kurzfristig kein Ersatz gefunden werden konnte, fielen in der Zeit von 21 Uhr am Samstagabend bis kurz vor 6 Uhr am Sonntagmorgen nach Angaben der Bahn insgesamt 17 Regionalzüge in beiden Richtungen der Strecke Gießen-Marburg-Treysa aus.

          Die Bahn habe für die betroffenen Fahrgäste einen Ersatzverkehr mit Bussen organisiert, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Sonntag. Seit 5.32 Uhr am Sonntagmorgen sei das Stellwerk wieder regulär besetzt gewesen. Zuvor hatte „hessenschau.de“ über die Probleme berichtet.

          Krankmeldung eines Stellwerks-Mitarbeiters

          Gerade noch abwenden konnte die Bahn zuvor eine ähnliche Situation am Darmstädter Hauptbahnhof, die noch folgenreicher gewesen wäre. Das Unternehmen hatte zunächst gemeldet, dass es wegen der Krankmeldung eines Stellwerks-Mitarbeiters am Samstag zu Umleitungen und Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr komme. Dies hätte Verbindungen in Südhessen, dem Rhein-Main-Gebiet und in Baden-Württemberg betroffen. Der Hauptbahnhof Darmstadt wäre stundenlang vom Fernverkehr abgeschnitten gewesen.

          „Wir haben glücklicherweise dann doch noch einen Mitarbeiter gefunden, der sich bereit erklärt hat, die Schicht zu übernehmen“, sagte ein Sprecher der Bahn mit Blick auf den Posten im Stellwerk Darmstadt-Eberstadt. Darum hatte die Krankmeldung des Mitarbeiters in diesem Fall nach Angaben der Bahn dann doch keine Auswirkungen auf den Zugverkehr.

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