https://www.faz.net/-gzg-9o34r

Neue Daten aus Hessen : Darmstadt am meisten mit Stickstoffdioxiden belastet

  • Aktualisiert am

Ermittelt: An der Messstation Hügelstraße in Darmstadt wird regelmäßig zu viel Stickstoffdioxid gemessen. Bild: dpa

Ob Frankfurt oder Gießen, Limburg oder Offenbach: In vielen hessischen Städten überschreitet der Anteile an Stickstoffdioxid den Grenzwert. Aber nirgendwo so sehr wie in Darmstadt.

          Darmstadt ist auch nach jüngsten vom Umweltbundesamt vorlegten Zahlen die hessische Stadt mit der höchsten Stickstoffdioxidbelastung - und bundesweit ebenfalls vorne dabei. Der maximale Jahresmittelwert 2018 betrug dort an der Messstation Hügelstraße 67 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (Vorjahr: 72), wie eine Auswertung des Umweltbundesamts zeigt. Deutschlandweit kam im vergangenen Jahr nur Stuttgart (71 Mikrogramm) auf einen höheren Wert. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

          Im Januar war im Falle Darmstadts mit Verweis auf Messungen des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie noch von 66 Mikrogramm die Rede gewesen. In der Stadt gilt seit Anfang Juni dieses Jahres ein Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge für zwei Straßen.

          Mehrere Städte über Grenzwerten

          Die Deutsche Umwelthilfe und die schwarz-grüne Landesregierung hatten sich geeinigt, einen Abschnitt der Hügelstraße und einen Teil der Heinrichstraße für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5 und für Benziner bis Euronorm 2 zu sperren. Stickstoffdioxid in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen.

          Den neu vorgelegten Daten des Umweltbundesamts zufolge wurde der Stickstoffdioxid-Grenzwert 2018 auch in einer ganzen Reihe anderer hessischer Städte überschritten: Limburg kam auf einen maximalen Jahresmittelwert von 54 Mikrogramm (Vorjahr: 58), Frankfurt auf 52 (54), Wiesbaden auf 48 (50) und Offenbach auf 46 (48). In Gießen stieg der maximale Jahresmittelwert gar von 42 Mikrogramm im Jahr 2017 auf 44 im vergangenen Jahr.

          Bundesweit war die Luft im vergangenen Jahr laut Umweltbundesamt in 57 Städten zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid belastet - neun Städte weniger als im Jahr davor. Der Trend gehe in die richtige Richtung, aber die bisherigen Maßnahmen für saubere Luft reichten nicht aus, teilte die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, mit.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wollen beide die Nachfolge von Theresa May als britischer Premierminister antreten: der amtierende Außenminister Jeremy Hunt (rechts) und sein Vorgänger Boris Johnson

          Warnung an Trump : Johnson würde Krieg gegen Iran nicht unterstützen

          Militärische Aktionen gegen Teheran seien keine „sinnvolle Option”, sagt der Favorit auf die Nachfolge von Theresa May. Obwohl er damit Trumps Politik untergräbt, glaubt Boris Johnson an einen schnellen Handelsdeal mit Amerika nach dem Brexit.

          Geplante Digitalwährung : Wie Facebook für Libra werben will

          Facebook plant mit Libra eine Digitalwährung, die das Bezahlen revolutionieren soll. Die Kritik daran ist groß – besonders in Washington. Nun will der Konzern seinen Skeptikern entgegenkommen. Und zugleich eine Warnung aussprechen.
          Unser Sprinter-Autor: Felix Hooß

          F.A.Z.-Sprinter : Showdown um Europa

          In Straßburg geht Ursula von der Leyen heute aufs Ganze. In der Türkei wird derweil der Prozess gegen Deniz Yücel fortgesetzt. Und der Mond hat am Abend auch noch einen speziellen Auftritt. Was sonst noch wichtig ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.