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Steuerbetrug : So wenige Selbstanzeigen wie noch nie seit Rekordjahr

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Rotstift: Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern ist im Jahr 2020 in Hessen auf ein Minimum gesunken Bild: dpa

Im Rekordjahr 2014 hatten sich in Hessen noch 3495 Steuerhinterzieher mit einer Selbstanzeige gemeldet. Im vergangenen Jahr ist ihre Zahl denkbar gering gewesen. Dennoch hat das Land eine Millionensumme kassiert.

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          Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern ist im Jahr 2020 in Hessen auf ein Minimum gesunken. Bei den zuständigen Stellen seien zwar einige Selbstanzeigen eingegangen, teilte das Finanzministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit. Im Laufe der weiteren Prüfungen habe sich dann aber überwiegend herausgestellt, dass es sich um einen anderen Sachverhalt handelte.

          Unter dem Strich stand laut Ministerium eine Selbstanzeige. Die Summe der vorläufigen Mehreinnahmen des Landes durch die Rückzahlung im Zusammenhang mit schweizerischen Kapitaleinnahmen habe bei knapp 1,4 Millionen Euro gelegen.

          3495 Selbstanzeigen im Rekordjahr

          Nachdem Anfang des Jahres 2015 die Regeln für strafbefreiende Selbstanzeigen strenger geworden waren, hat die Zahl der eingegangenen Meldungen bundesweit kontinuierlich abgenommen. Im Jahr 2019 hatten sich noch 19 Steuerbetrüger bei den Finanzämtern in Hessen gemeldet. Fast 1,37 Millionen Euro betrug die Summe der vorläufigen Mehreinnahmen des Landes durch die Rückzahlungen.

          Im Rekordjahr 2014 hatten sich in Hessen noch 3495 Steuerhinterzieher mit einer Selbstanzeige gemeldet. Das Finanzamt hatte von ihnen rund 220 Millionen Euro nachkassiert. Seit dem Jahr 2010 gingen in Hessen nach Angaben des Finanzministeriums insgesamt 12 130 Selbstanzeigen bei den zuständigen Stellen ein. Die Summe der vorläufigen Mehrsteuern betrug zusammen mehr als 938 Millionen Euro.

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