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Lübcke-Urteil : Ein Urteil, das die Familie schmerzt

Kein Vergessen: Schüler der Walter-Lübcke-Schule Wolfhagen erinnerten vor dem Frankfurter Gericht an den getöteten Regierungspräsidenten. Bild: Lucas Bäuml

Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilt Stephan E. wegen Mordes an Walter Lübcke zu lebenslang und spricht Markus H. frei. Die Begründung der Richter überzeugt nicht alle. Auch die Familie des Getöteten übt Kritik.

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          Es ist ein regnerischer Tag, an dem der 5. Senat des Frankfurter Oberlandesgerichts sein Urteil im Mordfall Lübcke spricht. Wie schon am ersten Prozesstag im Sommer tropft es unaufhaltsam auf die Menschen herab, die vor Saal 165 C auf Einlass warten. Seit Mitternacht stehen die ersten Zuhörer Schlange, vor allem junge Menschen, die den Prozess aus Interesse verfolgen. Ausgestattet mit Tee, belegten Broten und Regenjacken warten sie darauf, dass um acht Uhr die Türen aufgehen und die Justizwachtmeister sie hineinlassen.

          Anna-Sophia Lang
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Journalisten haben es diesmal besser als beim Auftakt: Für sie gibt es einen Warteraum im Nebengebäude. Als Gerichtsmitarbeiter ihn nachts um vier Uhr öffnen, stehen bereits 19 Medienvertreter oder ihre beauftragten „Ansteller“ davor und warten. Die Tische im Inneren sind mit viel Abstand zueinander aufgestellt, denn Corona dominiert auch diesen Prozess um den ersten Mord eines Rechtsextremisten an einem Politiker seit 1922.

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