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Staudinger : Hanau verzichtet auf weitere Klage gegen Kohlekraftwerk

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Hanau will eine Privatperson unterstützen, die wahrscheinlich eine Klage gegen die Teilgenehmigung einreichen werde Bild: Foto Rainer Wohlfahrt

Mangels Klagebefugnis verzichtet die Stadt Hanau auf eigene rechtliche Schritte gegen eine im Mai erteilte Teilgenehmigung zum Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger. Sie will aber einer Privatperson helfen, sich gegen die Erweiterung zu wehren.

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          Die Stadt Hanau wird nicht gegen die zweite Teilgenehmigung zur Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger klagen. Die Kommune verfüge nicht über die erforderliche Klagebefugnis, teilte die Stadt mit. Mit der im Mai erteilten Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt darf der Energiekonzern Eon am Kraftwerksstandort in Großkrotzenburg an der Grenzen von Hessen zu Bayern unter anderem Baugruben ausheben und Werksstraßen anlegen.

          Hanau will jedoch eine Privatperson unterstützen, die wahrscheinlich eine Klage gegen die Teilgenehmigung einreichen werde. Die Frau sei als Anwohnerin durch den Baulärm und andere Einflüsse in ihren Rechten auf Eigentum und körperliche Unversehrtheit verletzt. Die Frau werde von der Stadt im Kampf gegen den Energieriesen Hilfestellungen bei Gutachten und in Fachfragen bekommen.

          Eon will für mehr als 1,2 Milliarden Euro einen sechsten Kohleblock bauen und im Gegenzug drei alte Blöcke stilllegen. Der 1100 Megawatt starke Block wäre einer der größten der Welt. Gegen die vorausgegangene erste Teilgenehmigung sind bereits Klagen von Umweltschützern am Verwaltungsgerichtshof Kassel eingereicht worden.

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