https://www.faz.net/-gzg-aeu19

Senckenberg-Forschung : Ökologen warnen vor Staudämmen

Kann eine Gefahr für die Artenvielfalt sein: Der Staudamm (Symbolbild) Bild: dpa

Wasser ist ein Lebenselixier und bietet Lebensräume für eine Vielzahl von Lebewesen. Durch das Bauen von Dämmen können diese Lebensräume zerstört werden, wie Forscher des Senckenbergs belegen.

          1 Min.

          Wasserkraft ist oft alles andere als umweltfreundlich: Diese These versuchen Gewässerökologen um den Frankfurter Senckenberg-Generaldirektor Klement Tockner mit einer Studie zu belegen. Das internationale Forscherteam hat dokumentiert, welche Konsequenzen der Bau geplanter Staudämme für Flüsse auf der ganzen Welt haben würde. Nach ihren Berechnungen hätten die Vorhaben zur Folge, dass Gewässer auf insgesamt mehr als 260.000 Kilometern Länge nicht mehr frei fließen könnten. Dies hätte gravierende Folgen für Artenvielfalt und Funktionalität der Flüsse, meinen die Wissenschaftler.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Gleichzeitig würden alle geplanten Staudämme zusammen weniger als zwei Prozent der Menge an erneuerbarer Energie liefern, die bis 2050 benötigt werde, um den globalen Temperaturanstieg unter 1,5 Grad zu halten. Das sei ein „verschwindend kleiner Beitrag“, gemessen an den „potentiell verheerenden“ ökologischen Folgen solcher Projekte, meint Tockner.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Leif Eriksson war hier gewesen. Diese Gebäude der Wikingersiedlung an der Bucht L’Anse aux Meadows auf Neufundland sind allerdings rekonstruiert.

          Wikinger in Nordamerika : Tausend Jahre Einsamkeit

          Die Wikinger kamen bis nach Kanada. Aber wann? Jetzt ist es endlich gelungen, ihre Hinterlassenschaft dort exakt zu datieren.
          Steckt der Euro in der Krise?

          Technische Analyse : Der Euro hat echte Probleme

          Der Euro steht an einem Scheideweg. Sollte er unter 1,15 Dollar fallen, besteht Potential, dass er weiter abwertet. Wo die Untergrenze wäre, wissen nur die Götter.
          Präsident Putin unterzeichnet ein Gasrohr

          Hoher Gaspreis : Putin und das Klima

          Russland ist nicht Schuld am hohen Gaspreis. Aber der Staatskonzern Gazprom hilft auch nicht, ihn zu senken. Denn Moskau hat Interesse am Scheitern der europäischen Klimawende.