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F.A.Z. exklusiv : Zum Start wohl noch weniger Impfdosen als erhofft

Rares Gut: Hessen erwartet eine Zuteilung von nur tausenden Impfdosen. Bild: dpa

„Tausende“ statt 50.000 für Hessen: In der Landesregierung glaubt man nicht mehr an die erhoffte Zahl an Impfdosen. Damit dürfte der Impfauftakt in ganz Deutschland kleiner ausfallen als gedacht. Erste Impfungen zu Heiligabend sind zudem ausgeschlossen.

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          Zum Start der Impfungen im Dezember bekommen die Bundesländer weniger Dosen als erhofft. In der hessischen Landesregierung ist momentan von „Tausenden“ die Rede. Noch am Mittwoch hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) als Schätzung noch die Zahl 50.000 genannt.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Das Szenario eines Impfstarts schon zu Weihnachten hat sich zudem erledigt. Es galt für den Fall einer Zulassung am 21. Dezember. Das Paul-Ehrlich-Institut werde  nach der Zulassung durch die EU-Behörde wohl noch einige Zeit benötigen, um den endgültigen Startschuss für Deutschland geben zu können, hieß es. Darum hat sich nun auch Hessen auf den europaweit ins Auge gefassten Termin am 27. Dezember festgelegt.

          Erst nur mobile Impf-Teams im Einsatz

          Im Hinblick auf die Reihenfolge, in der die unterschiedlichen Personengruppen zum Zuge kommen, schließt Hessen sich „grundsätzlich“ der nationalen Empfehlung an. Oben auf der Liste stehen die Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser. Angesichts der relativ geringen Zahl der Impfdosen ist eine sofortige Öffnung der 28 Impfzentren nicht vorgesehen. Stattdessen sollen erst einmal nur mobile Teams ausrücken.

          Es bleibt wohl bei dem von Bouffier geäußerten  Plan, das medizinische Personal, das in den sechs Schwerpunktkrankenhäusern unter hohen Risiken arbeitet, rasch zu impfen. Dort habe man mit den Aufklärungsgesprächen keine Schwierigkeiten, hatte der Regierungschef zu Beginn der Woche erklärt. Auch die Kühlung des Impfstoffs sei für die Kliniken leicht.

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