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Start-up Sigo : Lastenräder von der Leihstation

  • -Aktualisiert am

Ein Euro je 30 Minuten: Sigo-Gründer Tobias Lochen an einer Lastenrad-Station in Darmstadt Bild: Marcus Kaufhold

In Darmstadt lassen sich nicht nur E-Roller und Autos kurzzeitig mieten, sondern auch Lastenräder. Dafür hat das Start-up Sigo einen Millionenbetrag von Investoren erhalten.

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          Tobias Lochen ist leidenschaftlicher Radfahrer – doch die Bierkiste konnte er dann doch nicht so leicht vom Supermarkt nach Hause transportieren. Vor etwa sechs Jahren brachte ihn diese Situation auf die Geschäftsidee für sein Start-up Sigo: Ein Darmstädter Sharing-Anbieter für E-Lastenräder. Nicht jeder habe 5000 Euro auf dem Konto, um sich so ein Rad leisten zu können, sagt Lochen. Eine weitere Schwierigkeit: Es benötigt einen sicheren Stellplatz, denn um es immer wieder in die Wohnung oder den Keller zu bringen, ist es zu schwer.

          Mit Sharing-Lastenrädern müssen sich die Fahrer über solche Probleme keine Gedanken machen. Per App können sie sich verfügbare Räder an Stationen in der Nähe anzeigen lassen – ähnlich wie bei Carsharing-Autos oder E-Scootern. Und so wie schon bei den Elektrorollern hoffen Investoren, dass sich daraus ein Massengeschäft entwickelt. Eine siebenstellige Summe habe das Start-up als Finanzspritze erhalten, teilte Sigo jetzt mit, zu den Geldgebern gehört neben privaten Investoren auch das Land Hessen. Zudem sollen sich nun auch Kleinanleger an dem Unternehmen beteiligen können, per Crowdfunding in Form von Nachrangdarlehen. Sigo lockt Anleger mit einer Verzinsung von bis zu 6,5 Prozent im Jahr.

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