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Städtepartnerschaften : Gute Freunde kann manches trennen

Völkerverständigung: Die Oberbürgermeister von Frankfurt, Lyon und Birmingham, Willi Brundert, Louis Pradel und Corbyn Barrow (von links), schließen am 19. April 1966 im Kaisersaal des Römer den partnerschaftlichen Dreierbund zwischen ihren Städten. Bild: Lutz Kleinhans

Als das belgische Gent vor kurzem die Städtepartnerschaft mit Wiesbaden aufkündigte, wirkte das wie ein Affront. Aber sind solche Verbindungen noch zeitgemäß?

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          Rundet man ein wenig auf, dann sind es 45,3 Millionen Freunde. So viele Einwohner haben alle Frankfurter Partnerstädte zusammen. Zu 17 Städten hält die Mainmetropole freundschaftliche Verbindungen. Yokohama, Tel Aviv, Krakau und Dubai sind darunter, auch eine deutsche Stadt ist dabei: Seit der Wiedervereinigung ist Frankfurt mit Leipzig, der anderen deutschen Stadt mit Buchmessen-Tradition, in einer Städtekooperation verbunden. Die jüngste Partnerschaft besteht mit Philadelphia. 2015 wurde die Verbrüderung mit der amerikanischen Metropole besiegelt.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In anderen Städten der Region ist es ähnlich. Mainz hat elf Partnerstädte, Darmstadt 16, Wiesbaden bringt es auf 18. Länderübergreifende Partnerschaften gibt es überall in hoher Zahl. All diese Städtefreundschaften über viele Jahre zu pflegen ist gar nicht so leicht. Und seit einiger Zeit wird immer öfter gefragt: Ist das überhaupt noch zeitgemäß? Ist in einer globalisierten Welt, in der die Menschen – wenn sie nicht gerade eine Pandemie daran hindert – rund um den Globus reisen, überhaupt noch die verordnete Völkerverständigung zwischen zwei Städten nötig?

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