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Stadtplanung : Offenbacher Magistrat beschließt Bauprojekte

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Der Magistrat der Stadt Offenbach hat bei seiner jüngsten Sitzung mehrere Beschlüsse zu Bauvorhaben gefällt. Nach Angaben des Bau- und Planungsdezernenten Stephan Wildhirt (SPD) billigte der Magistrat ...

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          Der Magistrat der Stadt Offenbach hat bei seiner jüngsten Sitzung mehrere Beschlüsse zu Bauvorhaben gefällt. Nach Angaben des Bau- und Planungsdezernenten Stephan Wildhirt (SPD) billigte der Magistrat den Erbpachtvertrag für die Dauer von 99 Jahren mit dem Investor Volker Hohmann aus Linsengericht. Hohmann will, wie berichtet, das Kerngebäude des frühklassizistischen Badetempels restaurieren, dort eine Galerie einrichten und auf dem angrenzenden Gelände ein Wohnhaus errichten. Auch die Eckpavillons an der Mainstraße sollen wiederhergerichtet werden. Die Kosten für das Bauprojekt werden mit 800000 und 1,2 Millionen Euro beziffert.

          Wildhirt äußerte sich zufrieden darüber, daß auch ein "öffentliches Nutzungsfenster" Teil des Vertrages sei. Demnach wird der Badetempel an zwei Tagen in der Woche für Besucher geöffnet; außerdem soll der Tempel vierteljährlich einen Tag lang für Veranstaltungen zur Verfügung stehen, ferner am "Tag des offenen Denkmals". Weil durch das neue Wohnhaus auf dem Gelände der früheren Orangerie der Weg zwischen Herrnstraße und Linsenberg beseitigt wird, will die Stadt in Höhe des jetzigen Zugangs an der Herrnstraße einen neuen Durchgangsweg schaffen. Nicht mehr öffentlich zugänglich sein wird hingegen das Areal von der Mainstraße aus, da das dortige Tor künftig zum Privatgrundstück gehört. Mit den Bauarbeiten soll im nächsten Frühjahr begonnen werden. Sie werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.

          Gebilligt hat der Magistrat außerdem den Kaufvertrag für das Grundstück an der Kaiserstraße 16, Standort des früheren, denkmalgeschützten Hospitals. Vertragspartner ist das "Internationale Immobilien-Institut" in München, das als Anlagegesellschaft der "Bayer-Pensionskasse" tätig ist. In deren Auftrag will die Ulmer Realgrund AG auf dem 6250 Quadratmeter großen Gebiet ein neues, 20 bis 25 Millionen Euro teures Justizzentrum errichten.

          Dort wird das hessische Justizministerium etwa 7000 Quadratmeter Bürofläche mieten, um die Einrichtungen des Amtsgerichts an einem Standort zusammenzuführen und mit benachbarten Gerichtsgebäuden zu verbinden. Die verbleibenden 2800 Quadratmeter Fläche im Neubau sollen frei vermietet werden. Wie Wildhirt weiter sagte, wird nach Fertigstellung des Justizzentrums die Hospitalstraße zwischen Rathenaustraße und Kaiserstraße nur noch als Zufahrt zu dem neuen Haupteingang des Amtsgerichts nutzbar sein. Um das unweit des Hauptbahnhofs gelegene Viertel aufzuwerten, werde die Stadt die südliche Kaiserstraße neugestalten, unter anderem Bäume pflanzen. Mit dem Bau des Justizzentrums soll im Herbst begonnen werden.

          Der Magistrat verabschiedete ferner den Satzungsbeschluß für den neuen Stadtteil "Waldheim-Süd", dem früheren "Lohwald-Gebiet". In dem 5,1 Hektar großen Viertel sollen 320 Wohneinheiten für bis zu 1000 Menschen erstellt werden. Eine sieben Meter hohe Wand wird Wildhirt zufolge die Bewohner der "Gartenstadt" vor dem Lärm der nahen Eisenbahn schützen. Beseitigt werden zudem 156 Kleingärten. Für 117 "umzugswillige Kleingärtner" werde auf dem Buchhügel Ersatzgeläde ausgewiesen, sagte Wildhirt.

          Außerdem hat der Magistrat entschieden, für das neue Wohngebiet "Bieber-Nord" das Umlegungsverfahren einzuleiten. Nach Angaben von Jörn-Ulrich Bockwoldt, dem Leiter des Vermessungsamts, hat die Stadt mit 97 Prozent der insgesamt 124 Grundstückseigentümer eine "einvernehmliche Lösung" gefunden. Das Projekt könne auch gegen den Widerstand einzelner Grundstücksbesitzer verwirklicht werden. Die Stadtverordneten werden bei ihrer Sitzung im Juli über die Bauvorhaben beraten. (ajw)

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