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Liste von Vorwürfen : Stadt stellt Chef der Wiesbaden-Holding den Stuhl vor die Tür

Hat Freistellung von Schüler forciert: Wiesbadens Stadtoberhaupt Gerich Bild: Frank Röth

Der Geschäftsführer der Wiesbaden-Holding WVV ist mit sofortiger Wirkung freigestellt worden - auf Beschluss des Magistrats. Dafür gibt es mehrere Gründe.

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          Der Geschäftsführer der Wiesbaden-Holding WVV, Ralph Schüler, ist mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt worden. Das gilt auch für seine Arbeit an der Spitze der Wiesbadener Jugendwerkstatt und der kommunalen Gewerbeimmobilien GmbH. Das hat der Magistrat auf Antrag von Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) in einer ungewöhnlich langen Sitzung beschlossen.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Der Magistrat stützte sich auf eine Vorlage, wonach die Vorwürfe gegen Schüler derart schwerwiegend seien, dass eine Weiterbeschäftigung nicht zumutbar sei. Die Formulierung in der Vorlage, Schüler habe dem Ansehen der Stadt und ihrer Töchter „substantiellen Schaden“ zugefügt, machte sich der Magistrat aber nicht zu eigen.

          Interessenkonflikte nicht angezeigt?

          Die Aufsichtsräte der drei Gesellschaften sollen nun unverzüglich über weitere Konsequenzen gegen Schüler beraten. Nach Lage der Dinge bedeutet das Kündigung oder Aufhebung des 2017 vorzeitig verlängerten Vertrags. Der WVV-Aufsichtsrat wird darüber heute Abend abstimmen.

          Schüler wird unter anderem vorgeworfen, Interessenkonflikte nicht angezeigt zu haben wie die Anstellung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Lorenz. Schüler soll zudem unwahre Stellungnahmen abgegeben und private mit geschäftlichen Interessen vermischt haben.

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