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Kelsterbach : Staatsschutz ermittelt wegen „Q“-Schmierereien

  • Aktualisiert am

Kennzeichen von Q-Anon, deren Anhänger als Verschwörungsmythen zugeneigt gelten Bild: AP

In Kelsterbach sind mehrere Häuser mit dem Buchstaben „Q“ und dem Namen „Trump“ in weißer Farbe beschmiert worden. Die Polizei sieht einen Zusammenhang zu den Verschwörungsmytikern von „Q-Anon“ und ermittelt.

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          Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen unbekannte Täter, die in Kelsterbach ein Dutzend Fahrzeuge, mehrere Häuser sowie ein Weltkriegsmahnmal beschmiert haben. Dort wurden in der Nacht zum Mittwoch mit weißer Farbe der Buchstabe „Q“ sowie der Nachname des scheidenden Präsidenten Donald Trump aufgetragen, wie die Polizei Südhessen mitteilte. „Der Buchstabe „Q“ dürfte in diesem Zusammenhang vermutlich der Bewegung „Q-Anon“ zuzuordnen sein“, hieß es.

          Über die Höhe des Schadens konnten die Beamten noch keine Angaben machen. Da es sich vermutlich um eine politisch motivierte Tat handelt, habe auch der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Fahndungen nach einem etwa 20 Jahre alten Tatverdächtigen, der von einem Zeugen beobachtet worden war, verlief zunächst ohne Erfolg.

          Was „Q-Anon“-Anhänger glauben

          Bei „Q-Anon“ handelt es sich um eine rechte Verschwörungstheorie, die ihren Ursprung in Internetforen hat. Anhänger glauben etwa, dass Trump einen geheimen Kampf gegen einen „tiefen Staat“ („Deep State“) führt und angeblichen systematischen Kindesmissbrauch unter anderem durch Politiker der Demokraten aufzudecken versucht. Am Sturm auf das Kapitol in Washington Anfang Januar waren auch Anhänger von „Q-Anon“ beteiligt.

          Auch in Deutschland hat „Q-Anon“ Anhänger, etwa unter sogenannten Reichsbürgern, die die Existenz der Bundesrepublik bestreiten und zunehmend ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten sind.

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