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St. Goarshausen : Abpumpen am havarierten Säuretanker verzögert sich

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Am Haken: Bergungskräfte haben weitere Öffnungen in den Rumpf geschnitten Bild: dpa

Das Geduldsspiel für die Rheinschiffer geht bei St. Goarshausen, wo seit gut zwei Wochen ein Schwefelsäuretanker auf der Seite liegt, weiter. „Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, dass heute noch abgepumpt wird“, heißt es bei der Einsatzleitung.

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          Das Abpumpen der Schwefelsäure aus dem gekenterten Tankschiff „Waldhof“ auf dem Rhein verzögert sich. Ein Sprecher der Einsatzleitung sagte am Dienstagnachmittag: „Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, dass heute noch abgepumpt wird.“ Grund dafür ist, dass in den Tanks in verschiedenen Höhen unterschiedliche Konzentrationen des Säure-Wasser-Gemischs gemessen wurden.

          Daher sollten nun Tauchpumpen in die sieben Tanks eingelassen werden, um die Flüssigkeit zu verrühren und eine einheitliche Konzentration zu erreichen. Das sei notwendig für die richtige Befüllung der bereitgestellten Tankschiffe. Eigentlich hatte am Dienstag das sogenannte Leichtern der ersten beiden Tanks beginnen sollen.

          Inzwischen sei der Havarist nahezu wasserstofffrei. Es bestehe keine Gefahr mehr für die Anwohner, teilte das Pressezentrum „Havarie Loreley“ mit. Daher gebe es derzeit auch keine Sperrung von Straßen und Schienen. Seit dem ungeklärten Unfall am 13. Januar im Rhein bei St. Goarshausen liegt das Schiff mit 2400 Tonnen Schwefelsäure auf der Seite. Schwimmkräne sichern das Wrack mit Stahlseilen. Messungen ergaben, dass sich in den Tanks explosiver Wasserstoff gebildet hatte. Mithilfe von Stickstoff wurde das Gas aus den Tanks verdrängt.

          Heikles Werkeln am Schwefelsäure-Tanker: Experten mit vorbereitenden Arbeiten für das geplante Abpumpen

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