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Carsten Knop

Spendenaktion der F.A.Z. : Für die Stimme, die dir sagt

  • -Aktualisiert am

Hilfe für die „Starke Bande“: Die Stiftung in Frankfurt unterstützt Kinder therapeutisch Bild: Lando Hass

Die Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ sammelt in in diesem Jahr Spenden für zwei Projekte in Frankfurt. Es geht um Hilfe für Menschen, die still flehen, erhört zu werden.

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          Gewissen ist ein schwieriges Wort. Wir haben ein gutes oder ein schlechtes Gewissen, haben Gewissensbisse; das Gewissen ist so etwas wie ein Ort in uns. Ein Gerichtssaal voller Stimmen, die sich gegenseitig anklagen und verteidigen, so hat es unser Pfarrer in seiner Predigt einmal genannt. Du musst. Du sollst. Das gehört sich nicht. Auch wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, geht die Diskussion im Kopf oft noch weiter. Aber einer ist dabei, der uns hört, und das sind nicht wir, sondern ein anderer. Und wenn der Hörende uns klar bleibt, gehen wir im Stimmengewirr nicht unter. Dann tun wir, was wir tun müssen.

          Klar ist das nicht jedem, gewiss aber denjenigen, die hinter den Projekten stehen, für die wir in diesem Jahr um Spenden im Rahmen unserer Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ bitten. In einem der Projekte geht es um Hilfe für Menschen, deren Kopf in der Flut der Stimmen nur den Ausweg in suizidalen Gedanken zu formen beginnt. Hier soll früher ein Gesprächsangebot gemacht werden, dort, wo diese Menschen wohnen, von jemandem, der davon etwas versteht.

          Mit leeren Händen

          Im anderen Projekt werden Eltern unterstützt, die selbst nicht den sozialen und emotionalen Halt haben, um ihren Kindern zu vermitteln, wie die Stimmen im Kopf zu sortieren sind, wie man sie überhaupt hören kann. Es sind Projekte, in denen es nicht darum geht, mit der Spende ein Gewissen zu beruhigen, sondern Menschen zu helfen, besser zu (über)leben. Wir alle hoffen doch insgeheim, dass wir so leben, wie wir es verdienen, dass es uns so geht, wie wir handeln. Aber diese Rechnung geht nicht auf, für Dritte nicht, für uns selbst auch nicht. Irgendwann stehen wir mit leeren Händen da, flehend.

          Deshalb wurden auch in diesem Jahr zwei Projekte ausgewählt, die wir in diesem Sinne für unterstützenswert halten. Es geht um Hilfe für Menschen, die still flehen, erhört zu werden. Einen kleinen Beitrag kann ein jeder von uns dazu leisten. Denn nein, der Triumph des Bösen in der Welt ist nicht erwiesen. Es gibt kein „Verdammt in alle Ewigkeit“. Wenn derjenige, der uns hört, mit der Arbeit fertig ist, bringt er die Ernte ein.

          Und diese Ernte ist möglicherweise die reine Gegenwart, von Angesicht zu Angesicht. Mit dieser Stimme im Gewissen könnten unsere egoistischen Wünsche verwandelt werden, in den Fleiß, auch anderen nützlich zu sein: F.A.Z.-Leser können helfen, jedes Jahr, auch in diesem besonderen. Vielen Dank dafür.

           

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