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Ermordeter Halit Yozgat : SPD: Bouffier soll sich bei Familie von NSU-Opfer entschuldigen

  • Aktualisiert am

Wegen Rolle im Fall Yozgat in seiner Zeit als Innenminister in der Kritik: Volker Bouffier Bild: dpa

Die SPD-Obfrau im NSU-Ausschuss des Landtags spricht von einem „moralischen Skandal“. Sie stört sich daran, dass sich Ministerpräsident Bouffier bisher nicht bei den Hinterbliebenen des NSU-Opfers entschuldigt habe.

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          Die SPD-Obfrau im NSU-Ausschuss des hessischen Landtags hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) aufgefordert, sich bei den Hinterbliebenen des NSU-Opfers Halit Yozgat zu entschuldigen. Es sei ein „moralischer Skandal“, dass dies bislang nicht geschehen sei, sagte Nancy Faeser in Wiesbaden bei der Debatte über den Abschlussbericht des Gremiums.

          Bouffier sollte außerdem zugeben, dass er während der Ermittlungen nach dem Mord an dem Kasseler Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat 2006 Fehler begangen habe. Als Innenminister habe er die Ermittlungen behindert, indem er verhinderte, dass wichtige Zeugen vernommen werden, sagte Faeser. Der Ausschuss-Obmann der CDU, Holger Bellino, wies die Kritik zurück.

          Wegen zehnfachen Mordes verurteilt

          Der Mord an Yozgat wird dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) zugerechnet. Die rechtsextreme Terrorgruppe flog 2011 auf. Für die NSU-Taten wurde die Hauptangeklagte Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgerichts München mittlerweile wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

          Der NSU-Untersuchungsausschuss sollte herausfinden, ob bei der Aufklärung des Kasseler Mordes in hessischen Behörden Fehler gemacht wurden.

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