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Bad Nauheimer Sprudelhof : Späte Rüge

Mit der Sanierung der Badehäuser im Strudelhof in Bad Nauheim geht es nur schleppend voran. Die avisierten Zeitpläne für die Fertigstellung stellen sich als Makulatur heraus.

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          Klartext hat die Bad Nauheimer Delegation gesprochen, als es mit Vertretern des Landes um die Sanierung der Badehäuser im Sprudelhof ging. Denn damit geht es nur schleppend voran. Natürlich ist es eine Herausforderung, diese wunderbar ausstaffierten Bauten in einer der bedeutendsten Jugendstilanlagen Deutschlands fit zu machen.

          Tatsächlich ist die Sauna- und Wellnesslandschaft in Badehaus 2 eine der Hauptsäulen des Projekts. Denn die dort vorgesehenen Angebote sind besonders gefragt und damit eine der wesentlichen Einnahmequellen der Therme. Der Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW) in Badehaus 5 kommt in Zeiten, in denen Kliniken dringend Pflegepersonal brauchen, besondere Bedeutung zu. Verständlich also, wenn in deutlichen Worten Kritik kommt, dass sich die avisierten Zeitpläne für die Fertigstellung der beiden Badehäuser als Makulatur herausstellen.

          Wenn die Therme nur im Teilbetrieb an den Start gehen kann, muss die Stadt beträchtliche Einnahmeausfälle kompensieren. Die Betreiber der Pflegeakademie müssen zudem mit einem Ausweichquartier zurechtkommen, was im Wettbewerb um Pflegenachwuchs kein Pluspunkt ist. Auch die Stiftung Sprudelhof als Hausherr trifft die Verzögerung, handelt es sich doch um die wichtigsten Mieter.

          Versäumnis in Bad Nauheim

          Dass die Altlastenbeseitigung die Sanierung aufwendig macht, lässt sich zwar nachvollziehen. Ärgerlich ist freilich, dass die Verantwortlichen das nicht schon früher ins Kalkül gezogen haben. Die Verzögerungen allein den Akteuren des Landes in die Schuhe zu schieben greift zu kurz. Denn die Bad Nauheimer Seite hat bezüglich der Zeitpläne zu lange nicht insistiert.

          Dass der Bürgermeister seinen Unmut nun öffentlich machte und der GZW-Geschäftsführer sogar ein Ultimatum stellte, bringt den Zeitplan zwar nicht wieder ins Lot, aber die Arbeiten sollen beschleunigt werden, und es gibt jetzt verbindliche Übergabetermine. Sich daran zu halten sollte im Interesse aller Beteiligten sein.

          Wolfram Ahlers

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

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