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Wilke-Lebensmittelskandal : Ein Flickenteppich der Zuständigkeiten

Schilder weisen den Weg aufs Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke. Bild: dpa

Der Skandal um die verunreinigte Wurst des Herstellers Wilke mit bislang drei Todesfällen zeigt: Das System der Lebensmittelkontrollen muss reformiert werden.

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          Die 120 Seiten lesen sich wie eine dunkle Prophezeiung, nicht wie eine nüchterne Empfehlung. Schon 2012, ein Jahr, nachdem in Deutschland die Suche nach dem Ehec-Erreger Verbraucher über Wochen verunsicherte, hat der Bundesrechnungshof ein Empfehlungsschreiben zur „Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“ herausgegeben. Darin wurden die Schwachstellen des Systems schonungslos herausgearbeitet. Wie genau die damals niedergeschriebene Mängelliste auch heute noch die Realität widerspiegelt, wird durch den jüngsten Lebensmittelskandal um das nordhessische Unternehmen Wilke deutlich.

          Marie Lisa Kehler

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Weil wiederholt Listerien in Wilke-Wurst nachgewiesen wurden, hat der für die Lebensmittelkontrolle zuständige Landkreis Waldeck-Frankenberg das Unternehmen Anfang Oktober geschlossen. Anfangs hieß es von den Behörden, zwei Menschen aus Hessen seien nach Verzehr von Wilke-Produkten gestorben. Mittlerweile wurde diese Information korrigiert: Es gibt drei Todesopfer, jedoch stammt keiner der Verstorbenen aus Hessen.

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