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Sinkende Zuwanderung : Hessen wächst immer langsamer

  • Aktualisiert am

Insgesamt zählte Hessen im vergangenen Jahr exakt 6.265.809 Einwohner. Bild: Carlos Bafile

Hessen wächst immer langsamer. Doch das liegt nicht nur an dem deutlichen Geburtendefizit.

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          Hessens Bevölkerung wächst immer langsamer. Im Jahr 2018 stieg die Einwohnerzahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur um gut 22.500. Im Jahr zuvor lag der Zuwachs noch bei einem Plus von 30.200, 2016 bei 36.900 und 2015 sogar noch bei 82.300. Als Grund dafür nannten die Statistiker am Dienstag in Wiesbaden vor allem eine sinkende Zahl an Zuwanderern aus dem Ausland sowie ein deutliches Geburtendefizit. Insgesamt zählte Hessen im vergangenen Jahr exakt 6.265.809 Einwohner, was einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber 2017 entspricht.

          Aus dem europäischen Ausland kamen 2018 insgesamt 24.400 Menschen nach Hessen - 15.200 von ihnen aus der Europäischen Union. Aus Asien kamen 11.700 Menschen, darunter 6000 aus den Nah-Ost-Krisenregionen Syrien, Iran, Afghanistan und Irak. Aus Afrika waren es lediglich 4200 Menschen, die meisten aus Eritrea, Somalia, Nigeria und Marokko. Die Zahl der Sterbefälle war um 6200 höher als die der Geburten. Zwischen den Jahren 2012 und 2015 war die Bevölkerungszahl noch in jedem Jahr stärker gestiegen als im jeweiligen Vorjahr.

          In der vergangenen Woche hatte das Bundesamt eine Prognose veröffentlicht, nach der Hessens Bevölkerung bis zum Jahr 2028 auf 6,37 Millionen Menschen anwachsen soll. Langfristig gehen die Experten jedoch davon aus, dass der Wert bis zum Jahr 2060 wieder auf rund 6,18 Millionen zurückgehen wird.

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