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Nachdenken über den Ernstfall : Schutzräume in Hessen nicht einsatzbereit

Aktenlager: Im Hochbunker in der Friedrich-Ebert-Allee in Wiesbaden stapeln sich unter anderem Papiere aus dem Finanzministerium. Bild: Frank Röth

Von 77 hessischen Bunkern sind 62 schon entwidmet. Von dem genauen Zustand der noch übrigen 15 macht sich der dafür zuständige Bund nun ein Bild.

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          Die Mauern des Hochbunkers schräg gegenüber dem Rhein-Main-Kongresszentrum in Wiesbaden sind ungefähr zwei Meter dick. Sie brachten Kommunalpolitiker auf die Idee, den zugewucherten Betonklotz Jugendbands der Stadt als Proberaum zu Verfügung zu stellen. Er werde auch Death Metal aushalten, meinten die Mitglieder des Ortsbeirates Südost. Schließlich war das Bauwerk im Zweiten Weltkrieg auf 350 Quadratmetern errichtet worden, um dem Bombenhagel der Alliierten zu trotzen. Es gibt auch Toiletten und Strom. 1945 soll die Stadt auf dem flachen Dach hier als Zeichen der Kapitulation die weiße Fahne gehisst haben.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          1982 wurde die Anlage für den zivilen Bevölkerungsschutz umgebaut. In 28 Räumen könnten theoretisch mehr als 600 Menschen Platz finden. In der Praxis aber hat das benachbarte Finanzministerium hier Akten abgestellt. Auch das Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation nutzte einige Räume als Lagerflächen.

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