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Langsame Fortschritte : Das Schulportal lässt weiter viele Wünsche offen

Hardware: Mittlerweile stehen ausreichend viele Server für das Schulportal Hessen zur Verfügung. Bild: Marcus Kaufhold

Im Vergleich zum Frühjahr läuft das Schulportal Hessen wie ein Turbo. Aber bis es als digitale Schule im Alltag taugt, müsste einiges passieren – und dabei vergeht viel Zeit.

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          Setzen, sechs! So urteilen nicht wenige, wenn es um die digitale Leistungsfähigkeit des hessischen Schulsystems geht. Das digitale Schulportal des Landes Hessen war im ersten Lockdown wenig hilfreich, auch weil nur ein Bruchteil der Schulen Zugang dazu hatte. Aber die Mehrheit von Hessens Lehrern hatte zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht einmal eine dienstliche E-Mail-Adresse. Diese Adressen immerhin wurden dann zügig verteilt. Auf einen Dienstlaptop hingegen können viele Pädagogen erst im Laufe dieses Jahres hoffen. Wann sie den auch am Arbeitsplatz einsetzen können, wann also Städte wie Frankfurt ihre Schulgebäude mit schnellen Internetanschlüssen und W-Lan ausgestattet haben werden, ist offen – recht sicher wird der Termin nach dem Ende der Pandemie liegen.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dieser oft vorgetragenen Kritik widerspricht nicht einmal der Sprecher des hessischen Kultusministeriums in allen Punkten. Unumwunden gesteht er ein, dass Eltern, Lehrer und Schüler bei allem, was sie derzeit um die Ohren haben, eine funktionierende Online-Beschulung erwarten können – und nicht auch noch Verständnis für die Schwierigkeiten von Softwareeinkauf und Serverarchitektur aufbringen müssen. Aber gegen den Vorwurf, in Wiesbaden habe man den gelockerten Corona-Sommer genossen, statt hart am Online-Angebot zu arbeiten, wehrt man sich im Ministerium doch.

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