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Digitalisierung der Schulen : Das Ende der Kreidezeit

Fingerzeig: Bettina Gerwien, IT-Beauftragte der Lindenschule, präsentiert ein Arbeitsblatt an der digitalen Tafel. Bild: Lucas Bäuml

Bis 2024 sollen alle 1600 Unterrichtsräume mit Digitalgeräten ausgestattet sein. Nur die Internetanbindung der Schulen hinkt im Main-Taunus-Kreis hinterher und erschwert die Entwicklung erheblich.

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          Das Kätzchen sorgt in der Montagsrunde der Schüler für Gesprächsstoff. Per USB-Stick hat ein Mitschüler das Bild seines neuen Haustiers auf die digitale Schultafel geladen. Ein anderer stellt seinen am Wochenende aus Legosteinen gebauten Wohnturm vor und erhält dafür Applaus der Klasse. In zwölf der 19 Klassenzimmer an der Krifteler Lindenschule sind digitale Schultafeln seit einem Jahr im Einsatz und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die letzten iPads für die 1500 Schüler werden dagegen im Albert-Einstein-Gymnasium sehnlichst erwartet. Das Ende der langweiligen Arbeitsblätter, bei deren Lektüre 20 Prozent der Schüler schon nach wenigen Zeilen ausstiegen, werde damit eingeläutet, sagte Schulleiterin Anke Horn.

          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Die Krifteler Grundschule und das Schwalbacher Gymnasium stehen stellvertretend für den digitalen Aufbruch des Main-Taunus-Kreises. Das Ende der Kreidezeit stehe bevor, hob Landrat Michael Cyriax (CDU) bei einer Präsentation in der Lindenschule hervor. Bis 2024 sollen alle 1600 Unterrichtsräume im Kreis mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet sein. 39 Millionen Euro will der Main-Taunus-Kreis in die Digitalisierung der Schulen stecken. Zu den Fördergeldern von Bund und Land steuere der Main-Taunus-Kreis 13 Millionen Euro aus Eigenmitteln bei, berichtete Cyriax. Neben der Anschaffung mobiler Endgeräte und interaktiver Schultafeln werde auch der Anschluss aller Schulen an das Breitbandnetz betrieben.

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