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Schule : Grüne sehen Pflichtunterricht nur zu 96 Prozent abgedeckt

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Hessens Schulen decken nach Angaben der Grünen den Pflichtunterricht nur zu 96 Prozent ab. Dieser Wert entspricht in etwa der Abdeckung, den die bis dato letzte rot-grüne Landesregierung erreicht hatte. Laut CDU wird die Pflicht aber erfüllt.

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          Hessische Schulen decken nach Berechnungen der hessischen Grünen den Pflichtunterricht im neuen Schuljahr nur zu 96 Prozent ab. Dieser Wert entspricht in etwa der Unterrichsabdeckung, den die bis dato letzte Landesregierung von SPD und Grünen unter Hans Eichel mit Kultusminister Hartmut Holzapfel erreicht hatte.

          Die Landtagsabgeordnete Priska Hinz begründete diesen Wert am Montag in Wiesbaden mit den Stellenstreichungen und neuen Angeboten der Schulen. Dies zehre die Erhöhung des Arbeitspensums der Lehrer fast vollständig auf. Für rund 7000 zusätzliche Schüler an den allgemein-bildenden Schulen blieben rechnerisch nur 12 bis 13 Lehrerstellen übrig. Kultusministerin Karin Wolff (CDU) sagte dagegen, die „Unterrichtsgarantie“ werde erfüllt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer nannte die Kritik der Grünen „aus der Luft gegriffen“. Alle Schulämter bestätigten eine volle Unterrichtsversorgung. Ein Abschaffen des Sitzenbleibens lehnte er ab: „Unser Bildungsverständnis hießt, Leistung fördern und fordern.“

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          Die grünen Schuldezernentinnen von Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt warfen Wolff vor, den Kommunen hohe Kosten aufzubürden. Da das Modell der Grundschule mit verläßlichen Öffnungszeiten nicht funktioniere, müßten die Städte Kinderhorte offen halten, sagte die Darmstädterin Daniela Wagner. Die Verkürzung der Abiturzeit zwinge die Gymnasien, wegen des in den Nachmittag verlegten Unterrichts Mittagessen anzubieten. Das Land stelle jedoch keine zusätzlichen Mittel bereit, sagte die Wiesbadener Dezernentin Rita Thies.

          Ihre Frankfurter Kollegin Jutta Ebeling beklagte die Zahl von 22 805 Sitzenbleibern im vergangenen Jahr. Den Kosten von mehr als 100 Millionen Euro stehe kein pädagogischer Erfolg gegenüber. Das Geld sei besser in Fördermaßnahmen für schwache Schüler angelegt.

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