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Kunst auf Schloss Johannisberg : Tonnenweise Weinberg im Schmelzofen

Transformation: Aus 1,5 Tonnen Johannisberger Muttererde werden etwa 50 Kilogramm schwere Würfel. Bild: Wonge Bergmann

Auf Schloss Johannisberg im Rheingau lagert ein außergewöhnliches Kunstwerk. Es ist die in Würfel gebrannte Hommage an eines der besten Terroirs.

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          Gerade erst ist der Johannisberg mit seinem Schlossweingut von mehr als 500 Weinexperten, Sommeliers und Reisejournalisten aus aller Welt zu einem der 50 „World’s Best Vineyards“ gewählt worden. Es ist die beste Platzierung eines deutschen Weinguts in diesem Jahr, aber neu ist die hohe Wertschätzung nicht. „Der Johannisberg herrscht über alles“, wusste schon Goethe, und Wilhelm Grimm rühmte den Johannisberger als einen Tropfen, gegen den jeder andere „nur eine Art gutartiger Essig ist“. Am bekanntesten ist der Lobgesang von Heinrich Heine: „Mon Dieu, wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, dass ich Berge versetzen könnte, der Johannisberg wäre derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe.“

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Genau das hat jetzt Jan Teunen möglich gemacht. Der Autor und Berater für nachhaltige Unternehmenskultur, Mäzen und enthusiastische Sammler zeitgenössischer Kunst wohnt mit seiner Frau Mieke seit 1977 auf Schloss Johannisberg. Beide sammeln aber nicht nur für sich selbst: Sie fördern Künstler auf eine nicht eben alltägliche Weise. Im Westpavillon, einem der beiden Kavaliershäuser beidseitig der Hauptzufahrt, haben sie zwei Etagen mit Zimmern für ihren „KunsTraum“ angemietet. Die Dichte und Vielfalt der Werke gleicht fast der in der Privatwohnung der Teunens im Schloss. Aber einen Unterschied gibt es schon: Diese Kunstwerke dürfen und sollen gekauft werden.

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