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Seilbahnen für Rhein-Main : In der Luft schweben statt im Stau stehen

Mit dem Kaiser auf Augenhöhe: Seilbahn in Koblenz Bild: dpa

Seilbahnen sollen Pendler im Rhein-Main-Gebiet befördern. Eines ist schon klar: Die Genehmigungsverfahren für solche Vorhaben sind kürzer als bei Schienenprojekten.

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          München macht es vor: Das Stadtparlament hat dieser Tage eine Machbarkeitsstudie für eine innerstädtische Seilbahn beschlossen. Dabei muss in München keine Anhöhe, kein Tal und auch kein Fluss überwunden werden. Die Seilbahn ist als Tangente gedacht, die mindestens vier U-Bahn-Stationen verbinden soll, die an strahlenförmig aus der Innenstadt kommenden U-Bahn-Strängen liegen. Die Gondeln könnten eines Tages über eine Länge von etwa viereinhalb Kilometern entlang des Frankfurter Rings schweben, also oberhalb einer vielbefahrenen Straße in Höhe der Regenrinnen der angrenzenden Wohnbebauung.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Land Bayern hat das Vorhaben mitinitiiert und übernimmt die Hälfte der Kosten der bis zu 540.000 Euro teuren Studie. Damit ist München so weit wie keine andere deutsche Großstadt. Allerdings werden Seilbahn-Projekte als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr in fast allen Großstädten und Ballungsräumen diskutiert. Grund sind die wachsenden Verkehrsprobleme, mangelnder Platz sowie die sehr langen Planungszeiten und hohen Kosten für Straßen- und U-Bahnen. In Hamburg hat ein Bürgerentscheid die Idee abgelehnt, mit Gondeln über die Elbe zu kommen. Die Anwohner wollten nicht, dass man ihnen von der Gondel aus ins Schlafzimmer schauen kann.

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